Rezension – Der Herzgräber

Nachdem ihre Mutter Suizid beging, macht Heather Evans in deren Nachlass eine ungewöhnliche Entdeckung: über Jahrzehnte unterhielt ihre Mutter eine Brieffreundschaft mit dem verurteilten Serienmörder Michael Reave. Gleichzeitig beginnt eine Mordserie, die verblüffende Ähnlichkeit mit dessen Taten zwei Jahrzehnte zuvor hat. Diese wird von Detective Ben Parker bearbeitet, der sich nun mit einer Bitte an Heather Evans wendet: sie soll versuchen, Michael Reave zum Reden zu bringen. Doch sie merkt schnell, dass sie sich damit in höchste Gefahr begibt.

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Kurz gefasst – Die tote Lady

Mit 93 Jahren muss Sir Ecgbert Tode of Tode Hall die irdischen Gefilde verlassen – zur Erleichterung seiner erheblich jüngeren Frau Emma. Die frisch gebackene Witwe träumt von einem stilvollen Lebensabend auf Capri und hat nicht das geringste Interesse, sich um das marode Herrenhaus zu kümmern. Unglücklicherweise will auch keines ihrer lästigen drei Kinder diese Bürde übernehmen, weshalb Tode Hall an einen entfernten Verwandten und dessen glamouröse Ehefrau vererbt wird. Doch nicht lange, nachdem diese eingezogen sind, findet man Lady Todes Leiche im Mausoleum. Und ihr Tod war alles andere als natürlich …
Quelle: Goldmann

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Die Montagsfrage #35

Guten Morgen!

Der Start in die Woche hält hier wieder die Montagsfrage von Worldword bereit:

WAS MACHT EINEN SCHLECHTEN/GUTEN SCHREIBSTIL FÜR EUCH AUS UND WELCHE AUTOR*INNEN FALLEN EUCH ZUR JEWEILIGEN KATEGORIE EIN?

Für mich hat ein*e Autor*in einen guten Schreibstil, wenn er klar ist. Das erklärt auch, warum ich so gar nicht auf Poesie stehe. Ich mag es nicht, mehr zwischen den Zeilen herauslesen zu müssen, als tatsächlich im Text steht.

Für beide Seiten, gut und schlecht, fallen mir einige Bücher ein: Sehr gern mochte ich den Schreibstil von One Last Stop oder The Henna Wars, aus dem Genre historische Romane z.B. Zeiten des Aufbruchs. Nicht wirklich überzeugen konnte mich der Schreibstil von Margaret Laurence in Eine Laune Gottes oder das Buch Honey Girl (da hat aber der Rest der Geschichte das wieder ausgeglichen).

Ich muss zudem Sophia von Worldword zustimmen, wenn sie sagt, dass die Grammatik stimmen muss. Bei Laurann Dohners New Species-Reihe war die fehlerhafte Grammatik ein großer Kritikpunkt von mir.

In der Rezension (wenn man den Rant noch als solche bezeichnen kann) der Reihe spreche ich auch noch eine andere Thematik an: der Schreibstil muss zum Buch/Thema passen. Dohner schreibt Sexszenen, hat aber zugleich einen sehr kindlichen Schreibstil – keine gute Kombi. Andererseits war bei Die Geheimnisse der Welt besonders beeindruckend, wie gut es der Autorin gelingt, die Stimme eines 11jährigen einzufangen. Generell ist es immer gut, wenn es dem*r Autor*in gelingt, die Eigenschaften und Eigenheiten von Protagonist*innen treffend wiederzugeben.


Quelle Beitragsbild: Wordworld

Fantastic Blogposts and Where to Find Them #8

Es ist schon länger her, dass ich einige Blogposts, die mich in letzter Zeit interessierten, mit euch geteilt habe. Das möchte ich nun nachholen.

Zunächst ein Beitrag von Zeitfäden. In letzter Zeit hatte ich nur selten historische Romane in der Hand, mein Interesse daran ist ein bisschen eingeschlafen. Aber die Diskussionen um historische Korrektheit und der Mangel daran, über historische Mythen und Fehlvorstellungen über frühere Epochen habe ich trotzdem mitbekommen. Der Artikel auf Zeitfäden befasst sich mit der Mode im Barock und auch damit, warum man vielleicht nicht von DIE Mode sprechen kann. Sehr spannend und informativ!

Auf Bookshop.org ist ein Beitrag erschienen, betitelt als „essential intersectional feminist reading challenge“. Ich liebe Listen, das ist für mich also schonmal ein Pluspunkt. Aber ich habe auch bereits einige der Bücher gelesen und die haben mir sehr gut gefallen. Daher bin ich gespannt auf die weiteren Bücher, die in diesem Beitrag enthalten sind.

Mimi Koehler hat bei The Nerd Daily einen Beitrag geschrieben, bei dem ich sie vor allem für die Mühe bewundere, die sie hineingesteckt hat. Vor kurzem hatte ich schonmal erwähnt, dass ich mich kaum mit anstehenden Neuerscheinungen beschäftige. Mimi hat genau das getan und für jeden Monat des Jahres 2022 neue queere Bücher zusammengestellt. Und es sind einige dabei, auf die ich mich schon sehr freue.

Zuletzt noch die Rezension zu einem Roman, den auch eine Freundin von mir empfehlen kann. Sie hatte ihn an Weihnachten verschenkt und meinte, dass er bei der beschenkten Person sehr gut ankam, obwohl sie sich normal gegen die Thematik sperren würde. Bei Feiner reiner Buchstoff wurde Ciao von Johanna Adorján besprochen. Anscheinend ein ebenso witziger Roman, wie er zum Nachdenken anregt – und dazu mit einem feministischen Thema!


Bildquelle Cover Ciao: KiWi

Rezension – Die Teehändlerin

Frankfurt/Main, 1838: Friederike Ronnefeldt genießt es, wenn sie im Teehandel ihres Mannes Tobias arbeiten kann. Obwohl sie nicht nur Frau, sondern auch Tochter eines Kaufmanns ist, werden ihr ausführliche Einblicke in den Betrieb verwehrt. Doch als ihr Mann zu einer Forschungsreise nach China aufbricht, ändert sich das schlagartig. Tobias hatte zuvor noch einen Prokuristen eingestellt, der sich schnell als nicht vertrauenswürdig herausstellt. Und so liegt es an ihr, nicht nur die Kinder zu versorgen, sondern auch den Teehandel ihres Manns zu retten.

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Rezension – The Maid: Ein Zimmermädchen ermittelt

Molly Gray liebt ihren Job als Zimmermädchen in einem angesehenen Hotel. Andere Menschen sind für sie verwirrend, aber wenn sie die Hotelzimmer in einen makellosen Zustand versetzt, ist sie zufrieden. Doch eines Tages findet sie in einem der Zimmer den rücksichtslosen und sehr reichen Mr Black – tot. Schnell wird Molly aufgrund ihres Verhaltens, das nicht neurotypisch ist, zur Hauptverdächtigen der Polizei. Doch mit der Hilfe guter Freunde aus dem Hotel macht sie sich daran, den wahren Schuldigen zu finden.

CW für das Buch am Ende des Beitrags

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Die Montagsfrage #34

Guten Morgen ihr Lieben,

nachdem ich letzte Woche klausurbedingt die Montagsfrage nicht beantwortet hatte, startet diese Woche wieder mit einer Frage von Wordworld:

WIE SIEHT ES BEI EUCH MIT DEM GESCHLECHTERVERHÄLTNIS UNTER DEN GELESENEN AUTOR*INNEN AUS?

Anders als Sophia kann ich euch eine prozentuale Aufschlüsselung nur für 2019 bieten: da waren 99 % meiner gelesenen Bücher von Frauen. Ganz allgemein kann ich euch aber sagen, dass seit 2018 bei mir Autor*innen, die nicht cis, heterosexuell und männlich sind, deutlich in der Überzahl sind.

Ende 2017 hatte ich festgestellt, dass ich überproportional viel von Männern lese. Und ab Anfang 2018 dann radikal umgestellt: wenn ich mir heute ein Buch aussuche, zum kaufen, wünschen oder ausleihen, achte ich darauf, dass es Bücher von Frauen oder queeren Menschen sind. Bücher, deren Autoren nicht in diese Kategorien fallen, lese ich nur noch, wenn sie mir von Freund*innen oder Familie ganz explizit als besonders toll angeboten werden.

Und ich muss sagen, dass ich an mir seit der Umstellung tatsächlich eine Veränderung im Leseverhalten bemerkt habe. Hatte ich davor sehr viele reReads gelesen, weil ich mit neuen Büchern zu häufig auf die Nase gefallen war, ist seitdem die Lust auf Neues wieder deutlich gestiegen. In diesem Jahr waren unter bereits 20 gelesenen Büchern nur 2 reReads (und übrigens 90 % Autorinnen).

Insbesondere, seitdem ich mich viel mehr mit Themen wie Sexismus, Misogynie, Rassismus oder auch Ableismus beschäftige, können mich Bücher von hetero cis Männern auch bei weitem nicht mehr so schnell überzeugen, wie es früher der Fall war. Natürlich verbreiten auch Frauen in ihren Werken, leider, häufig genug -Ismen. Aber meine Geduld für männer-zentrierte Geschichten geht mittlerweile gen Null. Ich möchte neue Perspektiven kennenlernen, die Kämpfe von Menschen, deren Erfahrungen ich, abseits von Büchern, nie werde teilen können und müssen. Und in einer Gesellschaft, die immer noch sehr von hetero cis Männern dominiert wird, sind ihre Perspektiven ohnehin überall. Ich brauche keine Bücher, um sie kennenzulernen.


Quelle Beitragsbild: Wordworld

#frühjahrsputzbingo 2022

Ihr Lieben,

es ist mal wieder Zeit für ein #frühjahrsputzbingo, wieder initiiert von Gabriela (Buchperlenblog)! Letztes Jahr habe ich bereits daran teilgenommen und hatte viel Spaß daran. Mein SuB ist mittlerweile deutlich kleiner geworden: es sind noch 37 Bücher, kein Vergleich mehr zu den über 60 Büchern, die es zu Beginn letzten Jahres waren.

Die Bingo-Karte ist bereits erstellt:

Es gibt diesmal nicht wirklich das eine Angst-Buch, wie es letztes Jahr mit Das achte Leben (für Brilka) der Fall war. Es ist eine gute Mischung von Büchern, die schon recht lange, also länger als ein Jahr, auf meinem SuB liegen und Büchern, die über Weihnachten dazu gekommen sind. Als kleine Extra-Heruasforderung gilt es dieses Jahr, durch die Cover der Bücher die Farben des Regenbogens plus Schwarz und Weiß zu erlesen – ich denke, das ist mir ganz gut gelungen 🙂

Eine kleine Änderung gibt es in der Auswahl des Buches, das ich als nächstes lese: Jenna, vom Blog KeJas Wortrausch, hat sich netterweise bereit erklärt, mir das nächste Buch zu erwürfeln.

Es gibt natürlich auch eine Menge andere lieber Menschen, die wieder mit dabei sind:

Ich bin schon sehr gespannt, wie diesmal mein Bingo läuft!

Love, Celina xx

Rezension – Das letzte Bild

Eines Morgens sieht Schriftstellerin Eva in der Zeitung ein Phantombild, das ihrer Mutter zum Verwechseln ähnlich sieht. Die Leiche der Frau auf dem Bild wurde 1970 halb verbrannt im norwegischen Isdal aufgefunden. Ihre Identität und die Umstände ihres Todes konnten nie geklärt werden. Schnell ist geklärt, dass es sich um Evas Tante handeln muss. Eine Tante, von der sie bisher nichts wusste. Sie reist daher nach Norwegen und macht sich auf die Spur dieser rätselhaften Familienangehörigen.

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Kurz gefasst – Love factually

Nachdem Janie Morris am selben Tag Freund, Wohnung und Job verloren hat, fragt sie sich wirklich, welchen fiesen Plan das Schicksal für sie vorgesehen hat. Zu allem Überfluss ist Quinn Sullivan, der äußerst attraktive Securitymann, auch noch Zeuge ihres blamablen Abgangs. Und läuft ihr danach ständig über den Weg. Wie ein Paar Schuhe, das man gerne hätte, sich aber nicht leisten kann. Doch das letzte, was Janie von ihm erwartet hätte, ist ein Angebot, das sie einfach nicht ablehnen kann.
Quelle: Forever Ullstein

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