Kurz gefasst – Skandalös

Diese Frauen waren ihrer Zeit voraus: Sie eckten an und haben im 20. Jahrhundert für den ein oder anderen Skandal gesorgt. Die Welt hatte ihnen nichts zu bieten, doch sie haben sich alles genommen. Sie kämpften mit ihren Mitteln für ihren Freiraum. Mit Übermaß. Mit Fantasie. Mit Fröhlichkeit. Mit Verzweiflung. Und der Nachhall ihrer Eskapaden ist bis heute nicht verklungen.
Quelle: btb

Vielen Dank an btb für dieses Rezensionsexemplar!

Skandalös hält, was es verspricht. Es schildert in kurzen Essays die Leben von 20 Frauen, die sich nicht den Konventionen ihrer Zeit beugten oder beugen wollten. Die Essays sind kurzweilig und gut zu lesen. Dabei beschreibt De Stefano, was diese Frauen beeinflusste und wie sie wiederum andere beeinflussten.

Für mich waren viele neue Gesichter und Geschichten dabei. Ich fand aber vor allem erstaunlich, dass kaum Frauen dabei waren, die mit ihrem Verhalten heute groß aus dem Rahmen fallen würden, zumindest in Deutschland. Selbst Homosexualität ist heute einfach nicht mehr das gleiche riesige Problem, wie es noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war.

Der einzige kleine Minuspunkt liegt für mich darin, dass es kein Inhaltsverzeichnis gibt. Ich fand es nervig, dass ich mich durch das gesamte Buch blättern musste, als ich den Essay über Tove Jansson, die Schafferin der Mumins, nochmal lesen wollte.

Wenn ihr kurze Einblicke haben wollt in die Leben erstaunlicher Frauen, die tolles geschaffen haben und mit ihren Lebenswegen auch dazu beitrugen, das Abweichen von der Norm akzeptabel (oder zumindest akzeptabler) zu machen, kann ich Skandalös nur empfehlen.

Bewertung: 5 von 5.

WERBUNG

Originaltitel: Scandalose vite di donne libere | Franziska Kristen
Taschenbuch: ISBN 978-3-442-71804-7 | 11,00 €
E-Book: ISBN 978-3-641-23952-7 | 10,99 €
192 Seiten | erschienen 2020

Verlagswebseite zum Buch

Website von Cristina De Stefano


Bildquelle Cover: Randomhouse

Ruth Bader Ginsburg: 300 Statements

Ruth Bader Ginsburg hat die Welt verändert. Ihr Gesicht prangt auf T-Shirts, ihre mutige Haltung inspiriert Menschen aller Generationen. Die zierliche Richterin am Obersten Gerichtshof der USA war moralischer Kompass und feministische Ikone der Millennials – geschätzt, mitunter auch gefürchtet für ihren messerscharfen Verstand, ihren Witz und ihren Kampfgeist. Zeit ihres Lebens hat sie unbeirrt für Gerechtigkeit gekämpft. Im Alter von 87 Jahren ist sie am 18. September 2020 in Washington einem Krebsleiden erlegen. Ihre Botschaft aber hallt nach. »I dissent – Ich widerspreche.« Diese Worte haben sie berühmt gemacht.
Quelle: btb-Verlag

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Rezension – Ungebunden. Das Leben als alte Jungfer

Nur einmal mit Anfang 20, da lebt Malin Lindroth ein Leben, das „normal“ ist: Freund, gemeinsame Wohnung, man teilt sich eine Besteckschublade. Nach vier Jahren beendet Malin die Beziehung. Der nächste Mann wird schon kommen, denkt sie. Jetzt, 30 Jahre später, stellt sie sich die Frage, was seitdem eigentlich „schief“ gelaufen ist. Denn sie blieb allein. Unterhaltsam und lustig, aber auch ernst und schmerzvoll führt Lindroth durch ihr nicht vorhandenes Beziehungsleben. Das ist zwar manchmal schwer auszuhalten, viel schlimmer ist allerdings, dass sie sich ständig für diesen Umstand rechtfertigen muss: ihre Persönlichkeit, ihre Sexualität, ihre Einstellung – all das wird hinterfragt. Deses Buch ist Lindroths Befreiungsschlag!
Quelle: Piper

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Rezension – Sex und so

Sex und so widmet sich allen Themen, die während der Pubertät und danach wichtig sind. Lydia Meyer zeigt dabei, dass Liebe, Sex, Aussehen und gesundheitliche Probleme nichts mit den Idealen, die uns in den (sozialen) Medien vorgespielt werden, zu tun haben.
Enthalten sind zudem Berichte von Menschen, die mit den Themen im Buch Erfahrungen gemacht haben.

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Rezension – Der Zauber der Schneeflocken

Seit zwei Jahren kämpft Leni damit, den Tod ihres Mannes zu verarbeiten. Dieser starb ausgerechnet an Heiligabend und seitdem ist Lenis frühere Lieblingsjahreszeit für sie zur schlimmsten geworden. Daher erstellen ihre Zwillingsschwester Marie und ihre beste Freundin Emma einen Adventskalender. Mit 24 Aufgaben soll Leni ihre Freude an der Adventszeit wiederfinden. Neben Marie und Emma hilft dabei besonders Lenis Nachbar Erik.
Doch ist sie wirklich bereit dafür, ihr Leben weiterzuleben?

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Kurz gefasst – Das Haus in der Claremont Street

Wie überlebt man das Undenkbare? Tom weigert sich zu sprechen, nachdem seine Eltern auf brutale Weise sterben. Seine unfreiwillig kinderlose Tante Sonya nimmt ihn auf, kommt aber nicht an den traumatisierten Jungen heran. Bald ist Tom gezwungen, erneut umzuziehen, diesmal in die Claremont Street in der Innenstadt von Toronto, in der ihm seine liebenswert-chaotische Tante Rose und sein Weltenbummler-Onkel Will ein Zuhause geben. Mit der Zeit wird Toms Schweigen zu einer mächtigen Präsenz, die es dieser zerrütteten Familie ermöglicht, einander zum ersten Mal wirklich zu hören.
Quelle: KiWi-Verlag

CW für das Buch siehe am Ende des Beitrags

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Kurz gefasst – I’m every woman

In I’m every woman setzt sich Liv Strömquist mit dem Mythos vom männlichen Genie auseinander, indem sie die Geschichte aus weiblicher Perspektive umschreibt.
Die Leser*innen begegnen darin diversen Frauen, die sich im Schatten ihrer allseits gelobten und bewunderten Männer bewegen mussten. Strömquist nimmt die Figuren von Jenny Marx, Priscilla Presley und Yoko Ono, die trotz ihrer Beiträge zu den Erfolgen ihrer Ehemänner zu Fußnoten in den Geschichtsbüchern reduziert wurden, und unterzieht sie einer wohlverdienten Rehabilitation.
Liv Strömquists Gesellschaftskritik beruht auf Fakten und kombiniert unbändige Freude an Sprachwitz und berechtigte Wut mit ihren ausdrucksstarken Zeichnungen.
Quelle: avant-verlag

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Off Balance – Kurz gefasst

Maya hat gerade ihren Traumjob angefangen, als sie mit ihrer neuen Chefin Elena aneinandergerät. Dabei muss diesmal alles gut laufen: nach Jahren will sie endlich das Sorgerecht für ihre Tochter bekommen. Doch zu ihrer Überraschung sorgt genau diese dafür, dass Maya und Elena sich näher kommen. Maya erfährt dabei, dass Elena Cerebralparese hat. Zusammen versuchen sie, einen Weg zu finden, mit Elenas Behinderungen, der Altersdifferenz zwischen ihnen und ihren sehr unterschiedlichen sozialen Hintergründen umzugehen und eine Beziehung auf Augenhöhe zu führen.

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Rezension – Belmonte

Simona hat gerade ihren Job verloren. Als dann auch noch ihre Großmutter Franca überraschend stirbt und ihr ein Landgut in Italien hinterlässt, braucht sie dringend einen Tapetenwechsel. So fährt sie nach Belmonte, ein kleines italienisches Städtchen, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Neben dem geerbten Landgut, erhält Simona auch Kassetten, auf denen Franca ihre Lebensgeschichte aufgezeichnet hat. Aber sie erhält auch Antworten auf Fragen, die sie bereits ihr gesamtes Leben umtreiben.

CW am Ende des Beitrags

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Kurz gefasst – The Flatshare

Tiffy hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und braucht möglichst schnell eine günstige Unterkunft. Leon braucht Geld und arbeitet nachts. So kommen sie zu einer Übereinkunft: tagsüber hat Leon die Wohnung für sich, nachts gehört sie Tiffy.
Auch Monate später haben sich die beiden noch nicht getroffen. Doch ein Bruder, der fälschlicherweise im Gefängnis sitzt und ein besessener Ex-Freund sowie anstrengende Kunden machen ihrem Plan, sich aus dem Weg zu gehen, einen Strich durch die Rechnung.

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