Kurz gefasst – I’m every woman

In I’m every woman setzt sich Liv Strömquist mit dem Mythos vom männlichen Genie auseinander, indem sie die Geschichte aus weiblicher Perspektive umschreibt.
Die Leser*innen begegnen darin diversen Frauen, die sich im Schatten ihrer allseits gelobten und bewunderten Männer bewegen mussten. Strömquist nimmt die Figuren von Jenny Marx, Priscilla Presley und Yoko Ono, die trotz ihrer Beiträge zu den Erfolgen ihrer Ehemänner zu Fußnoten in den Geschichtsbüchern reduziert wurden, und unterzieht sie einer wohlverdienten Rehabilitation.
Liv Strömquists Gesellschaftskritik beruht auf Fakten und kombiniert unbändige Freude an Sprachwitz und berechtigte Wut mit ihren ausdrucksstarken Zeichnungen.
Quelle: avant-verlag

I’m every woman ist der erste Graphic Novel, den ich je gelesen habe und es hat mir richtig gut gefallen. Liv Strömquist zeigt vor allem, wie anders unsere Geschichtsschreibung wäre, wenn der Fokus auf den Frauen liegen würde – oder diese zumindest nicht komplett ignoriert würden.

Dafür geht sie auf Beziehungen (vor allem Ehen) von Männern ein, die noch heute verehrt werden und die schon zu Lebzeiten im Rampenlicht standen. Anhand dessen wird schon deutlich, dass der problematische bis missbräuchliche Umgang berühmter Männer mit ihrem Umfeld und insbesondere ihren Partnerinnen gerne ignoriert, heruntergespielt und letztendlich vergessen wird.

I’m every woman kann ich euch wirklich sehr empfehlen und ich freue mich schon sehr darauf, weitere Graphic Novel von Liv Strömquist zu lesen.

Bewertung: 5 von 5.

Bildquelle Cover: FEMbooks

Rezension – Rauschliebe

Pavlos war Stellas große Jugendliebe und nach Jahrzehnten mit kaum Kontakt, kommen sie sich wieder näher. Doch statt dem Happy End entwickelt sich ihre Beziehung zu einem Teufelskreis aus Alkohol, Gewalt und Co-Abhängigkeit. Findet Stella einen Weg, die Situation zu lösen? Und was bedeutet das für ihre Beziehung zu Pavlos?

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Off Balance – Kurz gefasst

Maya hat gerade ihren Traumjob angefangen, als sie mit ihrer neuen Chefin Elena aneinandergerät. Dabei muss diesmal alles gut laufen: nach Jahren will sie endlich das Sorgerecht für ihre Tochter bekommen. Doch zu ihrer Überraschung sorgt genau diese dafür, dass Maya und Elena sich näher kommen. Maya erfährt dabei, dass Elena Cerebralparese hat. Zusammen versuchen sie, einen Weg zu finden, mit Elenas Behinderungen, der Altersdifferenz zwischen ihnen und ihren sehr unterschiedlichen sozialen Hintergründen umzugehen und eine Beziehung auf Augenhöhe zu führen.

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Rezension – It’s Been a Pleasure, Noni Blake

Anderthalb Jahre nachdem sie sich von ihrer langjährigen Partnerin getrennt hat, stellt Noni Blake fest, dass sich in ihrem Leben etwas ändern muss. Trotz einiger kleiner Liebeleien ist sie nicht zufrieden. Kurzerhand fliegt sie nach Europa, um dort Molly aufzuspüren. Zwischen Noni und Molly knisterte es immer; doch sie hatten den richtigen Zeitpunkt verpasst. Doch Europa hält mehr Überraschungen bereit, als Noni erwartete.

CW am Ende des Beitrags

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Rezension – Belmonte

Simona hat gerade ihren Job verloren. Als dann auch noch ihre Großmutter Franca überraschend stirbt und ihr ein Landgut in Italien hinterlässt, braucht sie dringend einen Tapetenwechsel. So fährt sie nach Belmonte, ein kleines italienisches Städtchen, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Neben dem geerbten Landgut, erhält Simona auch Kassetten, auf denen Franca ihre Lebensgeschichte aufgezeichnet hat. Aber sie erhält auch Antworten auf Fragen, die sie bereits ihr gesamtes Leben umtreiben.

CW am Ende des Beitrags

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Rezension – Kissing Chloe Brown

Nachdem Chloe beinahe von einem Auto überfahren wurde, beschließt sie, ihr Leben umzustellen. Sie hat die Nase voll davon, sich von ihrer chronischen Krankheit dominieren zu lassen. Um ihr Ziel zu erreichen, ein aufregenderes Leben zu führen, erstellt Chloe eine Liste mit Dingen, die sie tun will. Doch es ist ganz schön schwer, über den eigenen Schatten zu springen. Daher bittet Chloe ihren neuen Nachbarn Red um Hilfe. Red ist tätowiert, gut aussehend und hat unglaublich viel Sexappeal. Je besser sie ihren Nachbarn kennenlernt, desto mehr verliebt sie sich in ihn. Doch wie viel Risiko ist sie tatsächlich bereit, einzugehen?

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Kurz gefasst – The Flatshare

Tiffy hat sich gerade von ihrem Freund getrennt und braucht möglichst schnell eine günstige Unterkunft. Leon braucht Geld und arbeitet nachts. So kommen sie zu einer Übereinkunft: tagsüber hat Leon die Wohnung für sich, nachts gehört sie Tiffy.
Auch Monate später haben sich die beiden noch nicht getroffen. Doch ein Bruder, der fälschlicherweise im Gefängnis sitzt und ein besessener Ex-Freund sowie anstrengende Kunden machen ihrem Plan, sich aus dem Weg zu gehen, einen Strich durch die Rechnung.

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Rundumschlag III – #NetGalleyDEChallenge 2020

Im Rahmen der Challenge von NetGalley wurden auch einige Leseexemplare zur Verfügung gestellt, zu denen ich nicht besonders viel sagen kann. Diese will ich hier in einem Sammelbeitrag vorstellen.

Vielen Dank an NetGalley.de und die Verlage für diese Rezensionsexemplare!

Heiter bis wolkig

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Bildband. Er enthält von drei Fotografen aufgenommene Bilder aus ganz Deutschland. Schlecht für mein „Schauvergnügen“ war bestimmt die Tatsache, dass ich das Buch als E-Book gelesen habe. Ich habe aber hauptsächlich zwei Kritikpunkte, die damit nichts zu tun haben. Ist es, erstens, tatsächlich nicht möglich, eine FotografIN zu finden, die Bilder beiträgen könnte? Und das ist vermutlich auch der Grund für Kritikpunkt Nr. 2: wie unglaublich „typisch männlich“ der Blickwinkel ist. Bier, Autos, Fußball gibt es in den Bildern zur Genüge. Andere Sachen kommen nur vereinzelt vor. Dass dieses Buch dem „typisch deutschen“ nachgehen sollen, entschuldigt das in meinen Augen nicht. Denn „typisch deutsch“ sind diese Sachen natürlich – aber eben nicht nur diese Sachen.

Bewertung: 2 von 5.

Hiergeblieben!

Die Idee hinter diesem Buch finde ich richtig schön – und sie wurde auch noch gut umgesetzt!
Es werden internationale Attraktionen beschrieben und vergleichbare Reiseziele in Deutschland beschrieben. Zudem werden Tipps gegeben, wo man gut essen und übernachten kann, sowie weiteren Ausflugszielen in der Umgebung des Reiseziels.

Bewertung: 5 von 5.

SoKo Heidefieber

Ich verstehe die Motivation hinter diesem Buch nicht. Satire-Bücher lese ich auch gern. Aber dieses hier setzt sich nicht mit den Misständen der Gesellschaft auseinander, sondern mit den vermeintlichen Fehlern im Genre der Regionalkrimis. Und da denke ich mir: lies die Bücher doch einfach nicht, wenn sie dir nicht gefallen.
Zudem war es mit den unterschiedlichen Dialekten stellenweise schwer zu lesen und auch entsprechend schwer, der Handlung zu folgen.

Bewertung: 1 von 5.

Bildquellen
Heiter bis wolkig: Hatje Cantz
Hiergeblieben!: buecher.de
SoKo Heidefieber: Hoffmann und Campe

Rezension – Lessons from a One-Night-Stand

Nach einer Nacht, die viel Alkohol und den besten Sex seines Lebens beinhaltete, ist Austin Bailey nicht darauf vorbereitet, am nächsten Morgen in die Schule zu kommen und festzustellen, dass die Frau der vorigen Nacht seine neue Chefin ist. Holly Radcliffe ist gerade erst in die kleine Stadt in Alaska gezogen, wo sie die neue Schulleiterin sein wird. Ihr One-Night-Stand mit dem Football-Coach Austin ist schon an ihrem ersten Arbeitstag das Stadtthema. Sie hat eigentlich vor, ihm aus dem Weg zu gehen. Austin will davon aber nichts wissen und auch Holly freut sich insgeheim, wenn sie Zeit mit ihm verbringen kann.

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Rezension – Versuchung zum Aperitif

Sasha Budanov, Bodyguard und quasi eine wandelnde Waffe, kehrt zurück in das deutsche Internat, an dem sie alles gelernt hat, was sie für ihren Job braucht. In Richter will sie sich darüber klar werden, was sie in Zukunft tun möchte. AJ Hofmanns Schwester, ebenfalls ehemalige Richter-Schülerin, wurde erschossen. Auf der Suche nach ihrem Mörder stößt er nicht nur auf zwei weitere ermordete Frauen, sondern auch auf Sasha. Sie stimmt zu, ihm bei der Suche zu helfen. Dabei kommen sich die beiden immer näher und langsam vertraut die Einzelgängerin Sasha AJ. Und das ist auch besser, denn hinter den Morden steckt jemand, der auch die Leben der beiden in Gefahr bringen könnte.

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