Hallo ihr Lieben,
mit meiner Uni-Arbeit geht es überraschend gut voran und so starte ich in den März bei weitem weniger gestresst, als ich es erwartet hatte. Zudem freue ich mich jetzt schon darauf, dass ich ab Mitte des Monats nicht nur Freizeit habe, sondern richtig viel Zeit mit meiner Familie verbringen werde. Davor aber: Endspurt bei meiner Arbeit und ganz zuerst die Montagsfrage von Wordworld!
Gibt es ein Buch, das auf ein aktuelles Ereignis oder eine kürzliche Debatte Bezug nimmt und das Ihr vor kurzem gelesen habt?
Als erstes eingefallen ist mir das Rassistisches Erbe von Susan Arndt. Neu ist die Debatte um diskriminierungsfreie Sprache sicher nicht, aber doch aktuell und hier geht es eben nicht um gender-gerechte Sprache, sondern um die rassistischen Einflüsse auf das Deutsche.
Vielleicht ein bisschen nischig sind Bücher mit juristischen Themen, die sich mit aktuellen Debatten aus der Welt der Justiz auseinandersetzen, die ich kürzlich gelesen habe.
Da war zunächst Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich von Ronen Steinke, der sich damit auseinandersetzt, wie Geld, Macht, sozialer Status Einfluss darauf haben, ob man vor Gericht gut oder schlecht wegkommt. Er zeigt vor allem auf, dass sich unser Justizsystem finanziell schlechter Gestellten gegenüber ungleich unfreundlicher verhält (ist man darüber ernsthaft erstaunt?). Und er zeigt juristisch immer wieder debattierte Lösungsansätze auf.
Und dann folgte letzten Monat Strafsachen von Elisa Hoven und Thomas Weigend. Die beiden haben sich einige aufsehenerregenden Strafurteile der letzten Jahr(zehnt)e vorgenommen und erklären nicht nur, wie die Justiz zu ihren, manchmal für Lai*innen vielleicht unverständlichen, Urteilen kam. Sie zeigen anhand derer auch juristische Debatten auf, die sich teilweise durch die gesamte Geschichte des Strafgesetzbuches ziehen – also seit den 1870ern geführt werden! Dazu gehören z.B. die Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch, aber auch, ganz aktuell, der sog. „Ku’damm-Raser-Fall“ von 2021.
Quelle Beitragsbild: Wordworld