Vor einigen Jahren hat Luisa ihren Ehemann, ihren besten Freund, verloren und darüber ist sie noch nicht hinweg. In der Folge hat sie auch ihren Traumberuf als Landschaftsarchitektin aufgegeben und leidet unter ihrer unausstehlichen Chefin. Doch dann erhält sie das Angebot, in einer Stadt im Norden Englands einen Gemeinschaftsgarten zu gestalten. Dort trifft sie auf eine Reihe von Menschen, die ihr und dem Garten ablehnend entgegenstehen. Aber sie trifft auch Menschen, die hinter ihr stehen und etwas in der Gemeinschaft ändern wollen.
hinter mir liegt eine Woche, die bei weitem nicht so entspannt und entspannend war, wie ich dachte. Aber demnächst fahre ich für rund drei Wochen zu meinen Eltern und werde einfach Zeit haben zum lesen, wandern, schwimmen, … Darauf freue ich mich schon sehr. Zuerst gibt es jetzt die Montagsfrage von Wordworld:
Was waren Eure Halbjahreshighlights?
Ich habe in diesem Jahr schon so viele gute Bücher gelesen und kann mich kaum entscheiden, welche da die Highlights waren. Nach langem Überlegen habe ich mich für sechs Bücher entschieden, die ich euch gerne vorstellen möchte. Ende dieses Monats werde ich noch einen Halbjahresrückblick veröffentlichen und dort werden dann bestimmt noch andere Bücher erwähnt.
Erst letzte Woche erschien meine Rezension zu Eine kurze Geschichte queerer Frauen von Kirsty Loehr, das ein witziger Streifzug durch die Geschichte ist und neben bekannten queeren Menschen, wie Eleanor Roosevelt, auch mir bis dahin nicht bekannte vorstellte. Es ist ein sehr informatives Buch, das mir beim Lesen, dank des sarkastischen Tons von Loehr, viel Freude bereitete. Das neueste Buch von Tess Sharpe, Six Times We Almost Kissed (And One Time We Did), war das erste und bisher einzige Buch, das ich dieses Jahr vorbestellt hatte. Ich habe von Tess Sharpe schon mehrere Bücher gelesen (Rezensionen hier und hier) und auch das aktuellste hat mich nicht enttäuscht. Es ist eine süße queere Liebesgeschichte, die sich mit Fragen von Familie und Verantwortung beschäftigt, und mit der mich die Autorin wieder voll überzeugen konnte. In Memoriam von Alice Winn hatte ich mir aus der Bücherei ausgeliehen und ich hatte zugegebenermaßen keine besonders große Erwartungen daran. Aber dann hat mich dieses Buch zum Lachen, Weinen und Verzweifeln gebracht und mich seit dem Lesen nicht mehr wirklich losgelassen. Alice Winn beschreibt die Zerstörungen des Ersten Weltkriegs – menschlich, körperlich, psychisch, gesellschaftlich, landschaftlich – so eindringlich, dass ich das Buch manchmal weglegen musste. Und sie beschreibt eine Liebe, die unmöglich scheint.
Madita Oeming als Pornowissenschaftlerin hatte ich schon länger auf dem Schirm und folgte ihr zu der Zeit, als ich noch auf Twitter war. Und schon vor Erscheinen stand Oemings Buch Porno: Eine unverschämte Analyse auf meiner Wunschliste. Das habe ich nun endlich gelesen und kann es sehr empfehlen. Pornografie ist ein Aspekt des feministischen Diskurses, um den viel gestritten wird, über den es aber neben den vielen Meinungen und Ansichten kaum Fakten gibt. Das könnte dieses Buch ändern. The Seven Husbands of Evelyn Hugo von Taylor Jenkins Reid ist wohl jedem ein Begriff dank des Hypes, den dieses Buch erfahren hat. Ich hatte das Buch daher lange nicht gelesen – gehypte Bücher enttäuschen mich häufig. Jetzt habe ich es aber gelesen und es hat mir so gut gefallen, dass ich mir eine Nacht um die Ohren geschlagen habe, um es auszulesen. Eine Geschichte über Liebe, Freundschaft und die Schwierigkeiten, denen queere Menschen noch zu lange in den USA gegenüberstanden. Und last but not least Beklaute Frauen von Leonie Schöler. Ich hatte das Vergnügen, die Autorin dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesse zu hören, aber ganz unabhängig davon ist Beklaute Frauen ein informatives Buch, das nicht nur die Biografien vieler Frauen vorstellt, die für ihre, teils bahnbrechende, Arbeit nie die Anerkennung und Aufmerksamkeit erhielten, die sie verdienten. Es stellt auch die zugrundeliegenden Systeme dar und zeigt auf, wo heute noch Handlungsbedarf besteht.
Es gibt noch ganz viele memorable mentions, aber dann wäre dieser Beitrag noch weiter ausgeartet. Kurz nennen möchte ich aber Kaiserwald von Anja Jonuleit, Bitch von Lucy Cooke, A Good Girl’s Guide to Murder von Holly Jackson und Tief im Schatten von Viveca Sten, deren neueste Krimi-Reihe mich auch wieder in ihren Bann gezogen hat.
In der Reihe „Over the Rainbow“ stelle ich euch Bücher zum Thema LGBTQIA+ vor. Es handelt sich um fiktive Geschichten ebenso wie Sachbücher. Heute gibt es ein Sachbuch, das einen Blick in die Geschichte queerer Frauen wirft und darauf, wie diese und ihre Liebe aus der Geschichte radiert wurden.
Ob bekannte Namen wie Virginia Woolf, Marlene Dietrich und Hildegard von Bingen oder bisher (zu Unrecht) unbekanntere wie die der andalusischen Prinzessin Wallāda bint al-Mustakfī, der:des Womanizer:in Catterina Vizzani, der chinesischen Intellektuellen Wu Zao oder der trans* Aktivistin Marsha P. Johnson, die am Stonewall-Aufstand beteiligt war: Kirsty Loehr versammelt sie und noch viele weitere queere Frauen in ihrem außergewöhnlichen Buch feministischer Geschichtsschreibung. Nach der Lektüre sehen wir die Welt in ihrem über Jahrhunderte stramm gezogenen heteronormativen Korsett mit neuen Augen. Witzig und frech im Ton spannt Kirsty Loehr einen kritischen Bogen von der Steinzeit bis heute – und eröffnet uns ein unglaubliches Panorama an queeren Frauen, die es unbedingt zu entdecken gilt. Quelle: Aufbau-Verlag
Für keine Phase in der deutschen Geschichte wurden Frauen nachträglich mehr bewundert als für die Nachkriegszeit. Bis heute hält sich hartnäckig die Legende der Trümmerfrauen. Wie die Frauen selbst aber die damalige Zeit erlebten, ist kaum bekannt. Welche Hoffnungen hegten sie? Wie erfuhren sie die belastenden Lebensumstände? Und was dachten sie, als die neu empfundene Freiheit bald wieder den alten Machtverhältnissen weichen musste? Miriam Gebhardt beschreibt das Lebensgefühl deutscher Frauen nach dem Zweiten Weltkrieg eindringlich, persönlich und mit viel Empathie. Dazu hat sie in bis dahin unerreichter Dichte Selbstzeugnisse von Frauen ausgewertet und stellt konsequent deren Erleben in den Fokus. Sie zeigt, warum sich die meisten Frauen nicht aus alten Rollenmustern befreien konnten, wie es einigen gelang, neue Wege einzuschlagen – und wie diese Erfahrungen unser Leben bis heute prägen. Ein beeindruckendes Werk, das nicht nur die Vergangenheit beleuchtet, sondern auch wichtige aktuelle Fragen aufwirft. Quelle: Herder-Verlag
die letzten beiden Wochen habe ich bei der Montagsfrage pausiert. Das war so nicht geplant, aber nachdem ich sehr kurzfristig eine Prüfung in die letzte Woche gelegt bekommen hatte, lag mein Fokus darauf. Die gute Nachricht dieses Montags ist daher: ich habe endlich, endlich, ENDLICH mein Staatsexamen! Ich fühle mich immer noch ein bisschen high deswegen und bin unfassbar glücklich und erleichtert. Die schlechten Nachrichten des Tages sind für mich die Ergebnisse der gestrigen Europa- und Kommunalwahl. In meiner Stadt ist die AfD stärkste Kraft im Stadtrat geworden und wie es auf EU-Ebene aussieht, wissen wir alle. Nach all dem, was sich die AfD auch in den letzten Monaten wieder geleistet hat, war ich doch darüber überrascht, wie groß die Zugewinne waren. Jetzt aber das, was die Überschrift ankündigt: die Montagsfrage von Wordworld. Die hat sich diese Woche der Büchernarr überlegt:
WART IHR SCHON MAL BEI EINEM KRIMI-DINNER? IST DIE ERFAHRUNG MIT DEM LESEN EINES KRIMIS VERGLEICHBAR?
Ich war noch nie bei einem Krimi-Dinner, würde aber total gerne mal an einem teilnehmen! Ich lese sehr gern und viele Krimis und würde gern mal selbst als „Detektivin“ ermitteln – in einem fiktiven Rahmen. Ähnlich sind ja häufig Exit Games. An einem solchen habe ich schon teilgenommen und mir hat es sehr viel Freude bereitet. Daher könnte ich mir vorstellen, dass ich auch Spaß an einem Krimi-Dinner hätte.
Dass wir in Zeiten einer menschengemachten Klimakrise leben, ist kein Geheimnis. Dagegen scheint es manchmal fast unmöglich zu verstehen, wo man ansetzen kann, um dieser Krise und ihren furchtbaren Auswirkungen entgegenzuarbeiten. Mit „man“ meine ich übrigens vorrangig die Politik, aber gibt es vielleicht Wege, wie jede*r Einzelne von uns Druck auf unsere Gesetzmacher*innen aufbauen kann? Und was sind Punkte, an denen tatsächlich wir Verbraucher*innen ansetzen können? Diese Fragen beschäftigen mich (fast) jeden Tag. Ann-Sophie Henne und Robin Jüngling betreiben mit diesem Buch Aufklärung; illustriert wurde das ganze von Annika Le Large.
In der Reihe „Over the Rainbow“ stelle ich euch Bücher zum Thema LGBTQIA+ vor. Es handelt sich um fiktive Geschichten ebenso wie Sachbücher. Mit Ein Schuss kommt selten allein von AJ Sherwood gibt es heute einen queeren Roman aus dem Fantasy-Bereich – ein Genre, das ich selten lese.
Jonathan Bane, Jon für seine Freunde, berät als lizensiertes Medium regelmäßig die Polizei und fungiert dabei als eine Art menschlicher Lügendetektor – bei weitem akkurater als der maschinelle. Doch dabei macht er sich einige Feinde und wird regelmäßig angegriffen. Außerdem braucht er dringend einen Anker: eine Person, die ihm hilft, seine Fähigkeiten als Medium besser zu kontrollieren und die Nachwirkungen besser zu verarbeiten. Als Donovan Havili als Berater angestellt wird, scheint dieser nicht nur in der Lage, Jon vor körperlichen Gefahren zu schützen, er könnte auch zum lang ersehnten Anker werden. Doch vorher müssen sie herausfinden, wer diesmal auf Jon geschossen hat!
Sommer 1959: Beim Baden lernen die beiden Freundinnen Christa und Ruth den großen, gutaussehenden Erich kennen. Dieser ist mit einer Gruppe Freikirchlern in einem Camp in der Nähe und lädt die beiden ein, sich ihnen zum Beten anzuschließen. Was zuerst Abwechslung in einem sehr heißen Sommer verspricht, wird bald zur Schicksalwende für die beiden jungen Frauen: sie verlieben sich beide in Erich und werden in eine Welt voller Scham und Angst hineingezogen.
der Feiertag nach einem überraschend anstrengenden Wochenende hat zum Ausschlafen verleitet und so bin ich heute mit allem etwas später dran als normalerweise. Passend zum heutigen Pfingstmontag stellt Wordworld eine Montagsfrage, die sich der Büchernarr überlegt hat:
Lest Ihr auch Bücher mit einem geistlichen bzw. religiösen Hintergrund?
Meine Antwort ist ein glasklares jein. Ich lese keine Bücher, die zu spirituellem oder religiösem Verhalten anregen oder dieses anleiten. Ich bin Atheistin und Religiosität sowie Spiritualität gehören für mich zu den Themen, die mich in Büchern meist langweilen. Und so kann es zwar sein, dass ich anhand des Klappentexts nicht erkenne, dass ein Buch einen spirituellen, geistlichen oder religiösen Hintergrund hat. Das sind dann aber in der Regel Bücher, die mir im Endeffekt nicht gefallen.
Ich halte mich im Großen und Ganzen für einen recht aufgeschlossenen Menschen, obwohl natürlich immer Raum nach oben ist. Aber ich gebe auch offen zu, dass Religiosität oder Spiritualität etwas ist, dass ich nur sehr schwer nachvollziehen kann.
Durchaus interessant finde ich dagegen einen wissenschaftlichen Blick z.B. auf die Bibel (inwiefern lässt sich diese als historisches Dokument lesen?) und Bücher, die sich mit der Historie von Religionen oder Sekten auseinandersetzen. Auch Bücher, die sich eher kritisch mit Religiosität auseinandersetzen (ja, ich sehe meine Vorurteile), können bei mir Anklang finden. Das gilt besonders für Bücher, die einen kritischen Blick auf das Christentum und, ganz besonders, die katholische Kirche (in deren Reihen ich groß wurde) werfen.
Die Aktion „Mein SuB kommt zu Wort“ findet immer am 20. des Monats statt. Es gibt drei Fragen an den SuB, die jeden Monat gleich sind und eine vierte Frage, die sich jeden Monat ändert. Bei dieser letzten Frage gilt, dass von den vorgestellten Büchern eines bis zum nächsten Monat zu lesen ist, wobei es folgende Regeln gibt:
Es sollten maximal 3 Bücher pro Frage 4 vorgestellt werden. Wer möchte, kann von den anderen Teilnehmer*innen abstimmen lassen, welches der Bücher bis zum nächsten Monat gelesen werden soll.
Es kann auch nur ein Buch vorgestellt werden, welches dann auch das Buch ist, welches bis zum nächsten 20. gelesen wird.
Wer für die Aufgabe keine passenden SuB-Bücher hat, kann alternativ ein Buch einer Reihe vorstellen, welche er gerne fortführen möchte.