Rezension – Der Holocaust vor Gericht

2000 findet vor einem Londoner Gericht ein Verleumdungsprozess statt, welchen David Irving gegen die US-Historikerin Deborah Lipstadt angestrengt hatte. Darin wehrte er sich gegen ihre Feststellung, David Irving sei ein Holocaust-Leugner. Doch in der Beweisführung, dass diese Feststellung richtig, und damit nicht verleumderisch, ist, wird zugleich der ganze Holocaust vor Gericht verhandelt – was hat erwiesenermaßen stattgefunden? Und wer hat sich dafür verantwortlich zu zeichnen?

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Kommissar Thomas Andreasson – Zusammengefasst

Vor kurzem bin ich in der Bibliothek über die Krimis von Viveca Sten gestolpert. Schon ein paar mal hatte ich sie in Buchläden gesehen, aber nun hatte ich sie tatsächlich in die Hand genommen. Und innerhalb kurzer Zeit habe ich mich durch die Reihe um Kommissar Andreasson gelesen.

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Fantastic Blogposts and Where to Find Them #8

Es ist schon länger her, dass ich einige Blogposts, die mich in letzter Zeit interessierten, mit euch geteilt habe. Das möchte ich nun nachholen.

Zunächst ein Beitrag von Zeitfäden. In letzter Zeit hatte ich nur selten historische Romane in der Hand, mein Interesse daran ist ein bisschen eingeschlafen. Aber die Diskussionen um historische Korrektheit und der Mangel daran, über historische Mythen und Fehlvorstellungen über frühere Epochen habe ich trotzdem mitbekommen. Der Artikel auf Zeitfäden befasst sich mit der Mode im Barock und auch damit, warum man vielleicht nicht von DIE Mode sprechen kann. Sehr spannend und informativ!

Auf Bookshop.org ist ein Beitrag erschienen, betitelt als „essential intersectional feminist reading challenge“. Ich liebe Listen, das ist für mich also schonmal ein Pluspunkt. Aber ich habe auch bereits einige der Bücher gelesen und die haben mir sehr gut gefallen. Daher bin ich gespannt auf die weiteren Bücher, die in diesem Beitrag enthalten sind.

Mimi Koehler hat bei The Nerd Daily einen Beitrag geschrieben, bei dem ich sie vor allem für die Mühe bewundere, die sie hineingesteckt hat. Vor kurzem hatte ich schonmal erwähnt, dass ich mich kaum mit anstehenden Neuerscheinungen beschäftige. Mimi hat genau das getan und für jeden Monat des Jahres 2022 neue queere Bücher zusammengestellt. Und es sind einige dabei, auf die ich mich schon sehr freue.

Zuletzt noch die Rezension zu einem Roman, den auch eine Freundin von mir empfehlen kann. Sie hatte ihn an Weihnachten verschenkt und meinte, dass er bei der beschenkten Person sehr gut ankam, obwohl sie sich normal gegen die Thematik sperren würde. Bei Feiner reiner Buchstoff wurde Ciao von Johanna Adorján besprochen. Anscheinend ein ebenso witziger Roman, wie er zum Nachdenken anregt – und dazu mit einem feministischen Thema!


Bildquelle Cover Ciao: KiWi

Rezension – FRAUEN LITERATUR

Noch immer werden die Bücher von Frauen und auch die schreibenden Frauen selbst herabgewürdigt und lächerlich gemacht. Frauen können nicht schreiben, zumindest nicht gut schreiben und gestützt wird diese Aussage gerne mit dem Verweis darauf, dass historisch vor allem männliche Autoren bekannt sind und gefeiert wurden. In FRAUEN LITERATUR zeigt Nicole Seifert die strukturelle Misogynie auf, die dahinter bis heute steckt und es Frauen noch immer schwer im Literaturbetrieb macht.

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Rezension – Wir sind schließlich wer

In der Gemeinde Alpen erkrankt der Pastor. Die junge Anna von Betteray wird als Vertretung an den Niederrhein geschickt und stößt dort auf eine sehr skeptische Kirchengemeinde. Während sie noch damit beschäftigt ist, in Alpen anzukommen, bricht über ihre Schwester Maria ein Skandal herein: ihr Mann ist in Cum-Ex-Geschäfte verwickelt und wird festgenommen. Dabei hat Maria in den Augen der standesbewussten Mutter alles richtig gemacht und einen Grafen geheiratet. Als dann auch noch Marias Sohn verschwindet, rücken die Alpener plötzlich um ihre neue Pastorin zusammen.

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Rezension – Auf Basidis Dach

Mona Ameziane ist Tochter einer Deutschen und eines Marokkaners. In Auf Basidis Dach beschäftigt sie sich mit dem marokkanischen Teil ihrer Herkunft. Dies geschieht durch eine Mischung autobiographischer Geschichten aus Deutschland und Marokko sowie einem Reisebericht über einen Roadtrip. Zusammen mit ihrem Vater reist sie in das Dorf, aus dem ihre marokkanische Großmutter stammt. Sie widmet sich Themen wie Rassismus, Sprache oder Kulinarischem und bringt damit den Leser*innen Marokko auf sehr persönliche Art näher.

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Rezension – Lange Schatten über der Côte d’Azur

Auf dem jüdischen Teil des Le Grand Jas, Cannes‘ Friedhof, wird die Leiche eines jungen Mannes gefunden. Kommissar Duval wird mit der Aufklärung des Verbrechens beauftragt. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei dem Opfer um einen Juden handelt. Dieser hatte sich kurz vor seinem Tod mit seiner Familiengeschichte beschäftigt und war dabei auch mit Mitgliedern einer der bekanntesten Familien Cannes‘ aneinandergeraten. Duval muss die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass eine Geschichte, die während der Nazi-Zeit begann, in der Gegenwart nachwirkt.

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Rezension – Kim Jiyoung, geboren 1982

Kim Jiyoung, eine Frau in ihren Dreißigern, lebt mit ihrem Mann in Seoul, Korea. Vor kurzem hat sie ihren Job aufgegeben, um sich um das gemeinsame Kind zu kümmern. Doch dann beginnt sie, mit den Stimmen der Frauen aus ihrem Umfeld zu sprechen. Ihr Psychiater, der dieses Buch erzählt, sucht nach der Ursache dafür. Er erzählt Jiyoungs Leben: die ständige Enttäuschung darüber, dass Männer Frauen vorgezogen werden, in allen Bereichen des Lebens; der Stress, sich jederzeit auf Belästigungen von Seiten der Männer einstellen zu müssen; Schwangerschaft, Geburt und Kindererziehung, über die keiner offen redet und schlussendlich ihre Niedergeschlagenheit über den Verlust ihres Jobs.

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Kurz gefasst – Das Haus in der Claremont Street

Wie überlebt man das Undenkbare? Tom weigert sich zu sprechen, nachdem seine Eltern auf brutale Weise sterben. Seine unfreiwillig kinderlose Tante Sonya nimmt ihn auf, kommt aber nicht an den traumatisierten Jungen heran. Bald ist Tom gezwungen, erneut umzuziehen, diesmal in die Claremont Street in der Innenstadt von Toronto, in der ihm seine liebenswert-chaotische Tante Rose und sein Weltenbummler-Onkel Will ein Zuhause geben. Mit der Zeit wird Toms Schweigen zu einer mächtigen Präsenz, die es dieser zerrütteten Familie ermöglicht, einander zum ersten Mal wirklich zu hören.
Quelle: KiWi-Verlag

CW für das Buch siehe am Ende des Beitrags

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Rezension – Ausgerechnet wir

Tom ist 29, Zahlennerd und dringend auf der Suche nach einer Partnerin. Denn seinen 30sten will er nicht alleine feiern. Um die perfekte Frau zu finden, meldet er sich online bei einem Datingportal an. Tatsächlich wird ihm dort schon kurz darauf Lisa präsentiert: 94% Übereinstimmung! Aber als beim ersten Date Lisas Mutter statt Lisa selbst auftaucht, will Tom die ganze Sache schon abblasen. Da schlägt sein Freund ihm vor, jeden Tag etwas Gutes zu tun, um so ein bisschen Positivität zu verteilen. Kann Tom Lisa so für sich gewinnen? „Rezension – Ausgerechnet wir“ weiterlesen