Rezension – The Very Secret Society of Irregular Witches

Mika Moon ist eine von nur einer Handvoll Hexen in Großbritannien. Als solche weiß sie, dass sie sich von anderen Hexen fernzuhalten hat und keine Aufmerksamkeit auf sich und die Magie ziehen darf.
Doch dann erhält sie eine Einladung ins abgelegene Nowhere House und wird gebeten, drei dort lebende junge Hexen zu unterrichten.
Schnell ist sie in die Leben der Bewohner*innen involviert – neben den drei Hexen noch vier Erwachsene, die sich um die kleinen Magierinnen kümmern. Unter ihnen ist der Bibliothekar Jamie, mit dem Mika zunächst häufig aneinandergerät. Aber die gegenseitige Abneigung wandelt sich schnell zu einer Anziehung, wie Mika sie noch nie erlebt hat.

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Die Montagsfrage #45

Guten Morgen zusammen,

für mich beginnt heute der entspannte Teil des Monats September: alle Geburtstage sind gefeiert und ich habe noch Urlaub bis zum 1. Oktober. Nachdem ich besonders in der vergangenen Woche nicht zum Lesen gekommen bin, hoffe ich, dass dafür jetzt wieder Zeit ist. Los geht’s heute aber mit der Montagsfrage von Wordworld:

WIE STEHT IHR ZU DEM AKTUELLEN FARBSCHNITT-HYPE?

Ich bin momentan fast gar nicht auf Social Media unterwegs (Twitter/X ist beispielweise seit einigen Monaten deinstalliert und Instagram hatte ich noch nie) und muss daher sagen, dass dieser spezielle Hype an mir komplett vorbeigegangen ist.
Ich habe gerade auch nochmal einen Blick in mein Bücherregal geworfen und tatsächlich habe ich kein einziges Buch mit Farbschnitt. Die Genres, welche Sophia als „Farbschnitt-lastig“ anspricht, New Adult Romance und Fantasy, lese ich zugegebenermaßen kaum, sodass dieser „Mangel“ wohl nicht überrascht.

Ganz generell muss ich sagen, dass Farbschnitte für mich bei der Kaufentscheidung keine Rolle spielen würden. Mich müssen Bücher mit ihrem Klappentext überzeugen und wie diese aussehen, spielt nur eine untergeordnete Rolle. Das gilt übrigens nicht nur für Farbschnitte, sondern auch für das Cover: reine Cover-Käufe gibt es bei mir nicht.
Was dagegen durchaus wichtig ist: der Preis. Müsste ich für ein Buch wegen des Farbschnitts 6 € mehr zahlen, wie Sophia es erwähnt, würde ich mir den Kauf doch zweimal überlegen.


Quelle Beitragsbild: Wordworld

Over the Rainbow – Bianca Torre Is Afraid of Everything

In der Reihe „Over the Rainbow“ stelle ich euch Bücher zum Thema LGBTQIA+ vor. Es handelt sich um fiktive Geschichten ebenso wie Sachbücher. Heute gibt es einen YA-Thriller, Bianca Torre Is Afraid of Everything von Justine Pucella Winans.
Kleine Anmerkung: meines Wissens gibt es keine deutsche Übersetzung davon und daher habe ich für Bianca sowie Justine Pucella Winans die englischen Pronomen they/them übernommen.

Bianca Torre hat nicht nur eine wachsende Liste mit Dingen, vor denen they Angst hat, sondern auch eine Genderidentitätskrise. Ablenkung findet Bianca beim Vögel beobachten. Als they eines Tages nicht nur Vögel, sondern auch die Nachbarn beobachtet, muss sie die Tötung eines Nachbarn mit ansehen.
Weil die Polizei den Tod als Suizid abtut, macht they sich auch die Suche nach dem Täter. Unterstützt wird they dabei nicht nur von Anderson, Biancas einzigem Freund, sondern auch Elaine, für die Bianca heimlich schwärmt.

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Die Montagsfrage #44

Ihr Lieben,

hinter mir liegt ein wunderbares Wochenende am Bodensee mit meiner Familie, mittlerweile bin ich aber wieder zuhause. Diese Woche werden in meinem Umfeld vier Geburtstage gefeiert, es ist also viel los. Zuerst gibt’s aber wieder die Montagsfrage von Wordworld:

LEST IHR GERNE BÜCHER ÜBER MENTALE GESUNDHEIT UND WELCHE GESCHICHTEN KÖNNT IHR EMPFEHLEN?

Bücher über mentale Gesundheit oder Krankheit suche ich nicht gezielt. Aber ich habe mir schon vorgenommen, Bücher mit unterschiedlichen Perspektiven zu lesen. Und dazu gehören für mich auch Bücher, die sich mit mentaler Gesundheit befassen. Sowieso bin ich der Meinung, dass Psychotherapie und mentale Krankheiten weiter normalisiert werden müssen. Ich habe bisher kaum Sachbücher gelesen, die sich mit mentaler Gesundheit beschäftigen. Bei den Romanen gab es schon immer wieder Charaktere, bei denen die mentale Gesundheit eine Rolle spielte, das war dann aber in der Regel nicht der Fokus des Buchs. Einige Empfehlungen kann ich trotzdem abgeben:

Gut gefallen hat mir Rauschlos glücklich von Vlada Mättig und Katharina Vogt. Darin berichten die Freundinnen von der Alkoholsucht von Vlada Mättig und zeigen auf, wie problematisch unser gesellschaftlicher Umgang mit der „Alltagsdroge“ Alkohol ist. Dabei geht insbesondere Vlada Mättig auch darauf ein, wie sich die Sucht auf ihre psychische Gesundheit auswirkte und welche Techniken sie noch heute anwendet, um mental gesund zu bleiben.

Im Bereich der Fiktion mag ich besonders, wie sich Talia Hibbert in den Büchern, die ich bisher von ihr gelesen habe, mit psychischen Krankheiten und mentaler Gesundheit auseinandersetzt. So hat Hannah aus Untouchable Depressionen, Eve und Jacob aus Act Your Age, Eve Brown sind autistisch, ebenso Ruth aus A Girl Like Her. Talia Hibbert gelingt es in meinen Augen gut, jeweils die Eigenheiten herauszustellen und aus den Protagonist*innen dennoch keine Karikatur zu machen.

In letzter Zeit habe ich zudem ein paar Memoiren gelesen, in denen die Autor*innen auch darauf eingehen, wie sich die jeweilige Lebenssituation, von der sie erzählen, auf ihre mentale Gesundheit auswirkte. Dabei gibt es aber nicht unbedingt eine bestimmte Diagnose.
Dazu gehört zum Beispiel I’m Glad My Mom Died von Jennette McCurdy, wobei die Schauspielerin, Autorin und Regisseurin von dem kontrollierenden Verhalten ihrer Mutter und den sich daraus ergebenden Problemen, wie Essstörungen. Auch in Ungehorsam, dessen Autorin aus einer christlichen Sekte ausstieg, geht es um die psychischen Folgen, welche das Aufwachsen in einer Sekte nach sich zog.


Quelle Beitragsbild: Wordworld

Buchiger Rundumschlag IX – Krimis von Frauen

In den letzten Wochen habe ich viele Krimis gelesen. Dem Genre wird nachgesagt, bezüglich der Autor*innen sehr männerlastig zu sein. Ob dem so ist, kann ich nicht sagen. Aber zumindest wenn man an die Großen der Kriminalliteratur denkt, kann man wohl nicht leugnen, dass es sich dabei vornehmlich um Männer handelt. Daher möchte ich euch in diesem Beitrag einige Krimis von Frauen vorstellen. Viel Spaß!

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Die Montagsfrage #43

Hallo ihr Lieben!

Hinter mir liegen ein paar entspannte Tage und ich hoffe, so geht es diese Woche weiter. Aber zuerst die Montagsfrage von Wordworld:

WELCHE REIHEN HABEN EUCH DIESES JAHR BIS JETZT AM MEISTEN ÜBERZEUGT?

Bei mir machen Bücher, die zu Reihen gehören, rund 40 % der bisher gelesenen Bücher aus, wobei insbesondere Krimis Teile von Reihen waren. Daher sind die Reihen in meinem Beitrag vornehmlich Krimi-Reihen, allerdings habe ich bisher kaum Reihen komplett gelesen.
Die Reihenfolge, in der ich euch die folgenden Buchreihen vorstelle, ist willkürlich; auf ihre eigene Art gefallen mir alle Reihen sehr gut.

Lord Peter Wimsey von Dorothy L. Sayers
Ganz neu ist meine Liebe für die Bücher von Dorothy L. Sayers. In den letzten paar Wochen habe ich die ersten beiden Bücher der Lord Peter Wimsey-Reihe gelesen und ich kann es kaum erwarten, weitere Bücher der Reihe zu lesen.
Schon seit Jahren schwärme ich für die Hercule Poirot-Bücher von Agatha Christie und endlich habe ich mich einer der weiteren Queens of Crime (Agatha Christie, Dorothy L. Sayers, Margery Allingham, Ngaio Marsh) gewidmet. Und momentan kann ich euch wirklich nicht sagen, wer mir lieber ist: Lord Peter Wimsey oder Hercule Poirot.
Die Bücher sind auf Deutsch in einer Neuauflage von 2020 beim Rowohlt-Verlag erhältlich.

Bengt Alvsaker von Agnes Lovise Matre
Weg vom Großbritannien der 1920er geht es mit Kommissar Bengt Alvsaker ins heutige Norwegen. Von der Reihe sind auf deutsch bislang zwei Bücher erschienen, aber ich hoffe sehr, dass bald mehr kommt. An den Büchern von Agnes Lovise Matre liebe ich besonders, wie sie sich gesellschaftlicher Themen annimmt und diese in ihren Krimis verarbeitet. Dabei ist die Auflösung ebenso überraschend wie nachvollziehbar. Kein Cosy Crime, aber auch nicht so düster, blutig und bedrückend, wie man es von vielen Skandinavien-Krimis kennt.

Der Athena-Club von Theodora Goss
Eine Mischung aus historischem Krimi, Fantasy und Adaption mehrerer Klassiker sind die Bücher der Athena-Club-Trilogie von Theodora Goss. Die Geschichte spielt im Europa des 19. Jahrhunderts und dreht sich um eine Gruppe von jungen Frauen, denen auf die ein oder andere von einem Mann/Männern übel mitgespielt wurde. Es ist aber keine Rache-Geschichte, sondern dreht sich in erster Linie um Freundschaft und das Finden eines eigenen Platzes in der Welt.
Von den Klassikern, die eine Rolle spielen, darunter Sherlock Holmes, Dr. Jekyill und Mr. Hyde und Frankenstein, habe ich nur die wenigsten gelesen. Der Geschichte kann man dennoch sehr gut folgen. Und ich kann es kaum erwarten, das dritte – und damit leider finale – Buch der Reihe zu lesen.


Quelle Beitragsbild: Wordworld

Rezension – Der Holocaust vor Gericht

2000 findet vor einem Londoner Gericht ein Verleumdungsprozess statt, welchen David Irving gegen die US-Historikerin Deborah Lipstadt angestrengt hatte. Darin wehrte er sich gegen ihre Feststellung, David Irving sei ein Holocaust-Leugner. Doch in der Beweisführung, dass diese Feststellung richtig, und damit nicht verleumderisch, ist, wird zugleich der ganze Holocaust vor Gericht verhandelt – was hat erwiesenermaßen stattgefunden? Und wer hat sich dafür verantwortlich zu zeichnen?

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Die Montagsfrage #42

Ihr Lieben,

nach einer gefühlten Ewigkeit liegen nun zwei Prüfungswochen hinter und ein freier, hoffentlich entspannter und entspannender September vor mir.
Dazu gehören für mich natürlich auch Bücher und dieser Blog! Und ich freue mich riesig, dafür jetzt mehr Zeit zu haben. Los geht’s direkt mit der Montagsfrage von Wordworld, deren regelmäßige Beantwortung ich vermisst habe.

HABT IHR AUF BEITRÄGE SCHONMAL NEGATIVES FEEDBACK BEKOMMEN UND WIE GEHT IHR DAMIT UM?

Tatsächlich hatte ich es bisher nur einmal, dass jemand eine Rezension von mir sehr negativ bewertete und mir dies in einem Kommentar auf dem Blog mitteilte. Dabei blieb diese Person aber sehr sachlich und griff nicht mich persönlich an, sondern eben Dinge, die ihr an meiner Rezension sauer aufgestoßen sind. Darauf habe ich mit einem ausführlichen Kommentar geantwortet und danach war das Ganze für mich abgeschlossen.

Mit Angriffen auf mich als „Feedback“ musste ich bisher – und zum Glück! – nicht umgehen. Für den Fall der Fälle habe ich mir aber vorgenommen, entsprechende Kommentar auf dem Blog eben nicht zuzulassen und die Absender*innen sofort zu blockieren.


Quelle Beitragsbild: Wordworld

Rezension – We Too

In über 30 Essays beschreiben Sexarbeiter*innen ihre Leben und ihren Alltag. Sie arbeite(te)n in unterschiedlichsten Bereichen: als Escorts, auf der Straße, in BDSM-Studios, in Massagesalons, in Stripclubs, an Porno-Sets, als Cam-Model. Sie haben die unterschiedlichsten Hintergründe, unterschiedliche Privilegien und unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Es sind weibliche, männliche und nicht-binäre Personen dabei. Cis, trans, hetero, gay, queer, … Auch in dieser Hinsicht sind die unterschiedlichsten Personen vertreten.

CN für das Buch am Ende des Beitrags

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Fantastic Blogposts and Where to Find Them #9

Ihr sweethearts,

in der letzter Zeit habe ich selten von mir hören lassen – ich hoffe, ihr seht es mir nach. Vorerst noch bis Ende des Monats dauert meine sehr stressige Zeit an. Momentan bin ich ein nervliches Wrack und daher bin ich für ein paar Wochen zu meinen Eltern gefahren. Hier ist mehr Muse, mehr Entspannung und mehr Ablenkung von Uni und Studium. Damit einher geht mehr Zeit für Bücher. Und ich habe auch wieder mehr in den Blogs anderer Menschen gestöbert. Einige der Artikel dort, die mir sehr gefallen haben, möchte ich mit euch teilen:

Beginnen möchte ich heute mit einem Beitrag von We read Indie. Sie feiern Zehnjähriges und teilen dafür einiges mit uns. Dazu gehören einige als besonders herausragend eingestufte Bücher aus Indie-Verlagen, aber auch die Befürchtungen über die Zukunft kleiner Verlage. Insgesamt eine spannende Rück- und Vorschau, die für mich zudem einige neue Bücher für die Wunschliste bereithielt. Und der Beitrag war an mich auch wieder die Erinnerung: lies mehr Bücher aus Indie-Verlagen!

Zwar richtet sich Miriam mit ihrem Blog Bisalski alterstechnisch erst mal nicht an mich. Thematisch hat sie mit Ohne Kinderwunsch bei mir aber den Nagel auf den Kopf getroffen. Ein bisschen schmunzeln musste ich darüber, dass sich bei uns beiden die Erkenntnis, nicht Mutter sein zu wollen, auch aus dem Umgang mit Kindern ergeben hat. Daneben spricht sie ein Buch an, das bei mir schon länger auf der Wunschliste steht: #regretting motherhood von Orna Donath. Miriams Gedanken zu dem Thema waren jedenfalls für mich sehr gut nachvollziehbar und haben mir ein warmes Gefühl von gegenseitigem Verständnis vermittelt.

Passend dazu möchte ich euch noch einige Bücher ans Herz legen, die sich mit (Nicht-)Mutterschaft beschäftigen und die mir gut gefallen haben:

  • Die K-Frage von Johanna Dürrholz – unterschiedliche Ansichten zu dem Thema und eine Autorin, die uns auf die Suche nach der Antwort mitnimmt
  • Kinderfrei statt kinderlos von Verena Brunschweiger – ein Manifest, das mir stellenweise zu weit ging; aber das gehört wohl zu Manifesten dazu
  • Nichtmuttersein von Nadine Pungs – eines der ersten Bücher zum Thema, bei welchem ich mich richtig verstanden fühlte
  • Die Uhr, die nicht tickt von Sarah Diehl – Erfahrungsberichte vieler Frauen und die Analysen von Sarah Diehl

Last but not least hat The Pink News eine Liste mit elf sapphic Büchern zusammengestellt. Ich freue mich ganz besonders auf Lesbian Love Story, ein Sachbuch, welches sich mit der Geschichte lesbischer Liebesromane und -geschichten auseinandersetzt. Aber auch viele der zehn anderen Bücher hören sich für mich sehr gut an.

War für euch etwas dabei? Lasst mir doch gerne einen Kommentar da!

Lots of love
Celina