Rezension – Kein Wasser stillt ihren Durst

Kein Wasser stillt ihren Durst ist die Geschichte von Hayat, die sich gegen die gesellschaftlichen Konventionen und ihre Familie auflehnt. Zur Strafe wird sie in den Keller ihres Elternhauses gesperrt, wo sie über ihr Leben sinniert und sich an das erinnert, was ihr Leben ausmachte und zeichnete.
Eng damit verwoben ist die neuere Geschichte des Drusentums in Suiwada, Syrien, wo Hayat lebt.

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Die Montagsfrage #58

Guten Morgen zusammen,

letzte Woche hatte ich eine wichtige Prüfung, die ziemlich gut verlief und seitdem habe ich frei! Ich muss bis Ende des Monats nichts für die Uni machen und genieße es momentan sehr, so viel zu lesen (zum Vergnügen!) wie ich möchte. Bevor ich damit weitermache, gibt es aber zunächst die Montagsfrage von Wordworld. Das ist diesmal keine Frage, wie man sie kennt:

MONTAGSFRAGE-RECAP 2023

Die Fragen der ersten drei Quartale 2023 hatte ich nicht beantwortet und für mich war es daher sehr spannend, die Auswertung der Kurzversionen zu sehen.

Besonders interessant sind in meinen Augen die Fragen „Wie steht ihr zu political correctness in klassischen (Kinder-)Büchern?“ und „Habt ihr schonmal verleugnet, ein (umstrittenes) Buch zu mögen?“. Da werde ich mir auch nochmal die ganzen Antworten durchlesen, weil ich gespannt bin, was die Meinungen dazu sind.

Und es gab Fragen, da war ich über die Antworten überrascht. So hätte ich nicht erwartet, dass 45,45 % der Antwortenden kein Lieblingsbuchformat haben. Ich lese Bücher als Hardcover, Taschenbücher und eBooks, aber die liebsten sind mir Taschenbücher. Und ich hätte erwartet, dass die meisten Menschen am liebsten in einem bestimmten Format lesen.
Und auf die Frage „Wie viel könnt ihr mit der Beschreibung von Kunst in Büchern anfangen?“ haben insgesamt 80 % geantwortet, dass es von der Kunstform abhängt oder sie immer etwas damit anfangen können. Denn ich bin bei Kunstbeschreibungen immer raus und google z.B. echte Kunstwerke, die beschrieben werden.

Davon abgesehen hätte ich häufig wie die anderen geantwortet, bzw. habe das dann auch getan im letzten Quartal. Ansonsten bin ich gespannt, welche Fragen uns Sophia 2024 stellen wird und nächste Woche geht es weiter mit einer Frage, die ich vorgeschlagen habe – ich bin gespannt! 😀


Quelle Beitragsbild: Wordworld

Rezension – Mit dem Schnee kommt der Tod

Josephine Tey und Detective Chief Inspector Archie Penrose sind auf St Michael’s Mount eingeladen. Dort wollen sie die Weihnachtsfeiertage 1938 in illustrer Runde, darunter auch Marlene Dietrich, verbringen. Doch dann schneidet ein Sturm die Insel vom Festland ab – und auf dem Kirchturm wird eine Leiche gefunden. Als auch noch ein zweiter Körper auftaucht, breitet sich unter den Gäst*innen Panik aus.

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Die Montagsfrage #57

Guten Morgen ihr Lieben,

bei mir steht morgen eine wichtige mündliche Prüfung an und so ist dieser Beitrag nicht nur bereits Ende letzten Jahres entstanden, ich werde auf Kommentare auch erst ab morgen antworten. Weil ich die dieswöchige Montagsfrage von Wordworld aber unbedingt beantworten möchte, gibt es heute dennoch diesen Beitrag:

Was waren Eure Jahreshighlights 2023?

Ich habe 2023 viele sehr gute Bücher gelesen. Das ist ja grundsätzlich etwas sehr schönes, machte es mir aber schwer, für diesen Beitrag DIE Jahreshighlights zu finden. Aber ich habe mir fünf Bücher und eine Reihe ausgesucht, die mir in diesem Jahr ganz besonders in Erinnerung geblieben sind.

Ich denke nicht, dass ich jemals aufhören werde, von Make You Mine This Christmas von Lizzie Huxley-Jones zu schwärmen. Noch im letzten Dezember ist dazu meine Rezension erschienen und ich habe dieses Buch in einer vorherigen Montagsfrage erwähnt. Lest euch gerne besonders die Rezension für eine ausführliche Beschreibung durch. Kurz gesagt ist dieses Buch eine sehr süße queere Liebesgeschichte mit einer behinderten Protagonistin und von einer nicht-binären Autor*innenperson, die viele wichtige Themen behandelt und sich dennoch locker liest. Nicht zu unterschätzen ist übrigens auch die Weihnachtsstimmung, die dieses Buch bei mir hervorgerufen hat.

Noch nicht veröffentlicht ist dagegen meine Rezension zu Acht Wölfe von Ulla Scheler. Das war ein absoluter Spontankauf und damit vielleicht eines meiner überraschendsten Highlights des Jahres. Ein spannungsgeladener Roman, dessen Aufhänger zwar das unvorbereitete Überleben in der Wildnis ist, der sich aber besonders mit Gemeinschaft, Freundschaft und Familie auseinandersetzt. Ich habe eine fast schlaflose Nacht verbracht, weil ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und es seitdem auch immer wieder aufgeschlagen, weil mir die Geschichte einfach nicht aus dem Kopf ging.

Ich habe 2023 viele Sachbücher zu den unterschiedlichsten Themen gelesen. Unsere Körper sind euer Schlachtfeld von Christina Lamb ist aber dasjenige, welches am längsten nachhallt, am meisten aufwühlt und am tiefsten verstört. Lamb, die als Journalistin in zahlreichen Kriegsgebieten tätig war und heute als Auslandskorrespondentin für die Sunday Times arbeitet, trug für dieses Buch Erfahrungsberichte von Mädchen und Frauen zusammen, gegen die in Konflikten wie dem Kongo- oder Bosnienkrieg oder als Angehörige unterdrückter Minderheiten wie den Jesid*innen oder Rohingya systematisch sexueller Missbrauch und Vergewaltigung als Kriegswaffe eingesetzt werden und wurden. Sie befasst sich auch mit der straf- und völkerrechtlichen Aufarbeitung, zeigt aber vor allem auf, dass es sich bei sexueller Gewalt gerade nicht um einen „unangenehmen Nebeneffekt“ handelt, sondern diese Teil der strategischen Kriegsführung ist.

Josephine Tey müsste eigentlich zu den britischen Queens of Crime der 1920er- und 30er-Jahre gezählt werden! Ich hatte mir alle von ihr erschienen Krimis in einem eBook-Sammelband gekauft und geplant, diese dann für Zwischendurch zu haben (ihr wisst schon: lange Schlange beim Bäcker? – Handy raus und lesen. Im Wartezimmer sitzen? – Handy raus und lesen. 😀 ) Daraus wurde dann nichts, weil mich die Bücher so in ihren Bann zogen, dass ich sie gar nicht aus der Hand legen wollte. Am Schluss blieb ich enttäuscht zurück, weil es von Tey eben nur diese acht Krimis gibt – und mit einer weiteren Lieblingsautorin.

Ein sehr gehyptes Buch, dem ich mich lange verwehrte, ist Lessons in Chemistry von Bonnie Garmus (dt.: Eine Frage der Chemie). Letztes Jahr habe ich es zum Geburtstag bekommen und es dann in einem Rutsch durchgelesen. Eine Geschichte, die sich mit Themen auseinandersetzt, die uns alle beschäftigen, wie Familie, Freundschaften und Liebe. Und mit Themen, die leider auch heute noch viel zu häufig eine Rolle spielen: Sexismus, Misogynie, Vereinbarkeit von Familie und Beruf insbesondere für Alleinerziehende – und das alles vor dem Hintergrund der 1960er in den USA.

Auch The Lighthouse Bookshop von Sharon Gosling hatte ich bereits einmal in einer Montagsfrage erwähnt und es gehört zu den leichter zu lesenden Highlights des letzten Jahres. Ähnlich wie Lessons in Chemistry geht es auch hier um Familie und Freundschaft, angesiedelt aber im Schottland der heutigen Zeit. Sharon Gosling hat nach Fishergirl’s Luck erneut ein Buch geschrieben, das bei mir akute Reiselust ausgelöst und mich für einige schöne Stunden in einen kleinen Buchladen voller schrulliger, liebenswerter Personen entführt hat.


Bildquellen
Beitragsbild: Wordworld
Cover Make You Mine This Christmas: Hodder & Stoughton
Cover Acht Wölfe: Penguin
Cover Unsere Körper sind euer Schlachtfeld: Penguin
Cover der Bücher von Josephine Tey: The Man in the Queue; A Shilling for Candles; The Franchise Affair; To Love and Be Wise; The Daughter of Time; The Singing Sands; Miss Pym Disposes; Brat Farrar
Cover The Lighthouse Bookshop: Simon & Schuster UK
Cover Lessons in Chemistry: Website von Bonnie Garmus

Aufregend und ereignislos – Jahresrückblick 2023

Ihr Lieben,

ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich noch nie so froh war, zu wissen, dass ein Jahr vorbei ist. Zwar gab es 2023 keine globale Pandemie, die mein (und unser aller) Leben auf den Kopf hätte stellen können. Und auch ansonsten ist mir nichts Furchtbares passiert. Aber das gesamte Jahr wurde von meinem 1. juristischen Staatsexamen dominiert und ich bin einfach so froh, dass 2024 etwas Neues kommt.
Daher auch der Titel dieses Beitrags: natürlich war das Schreiben der Klausuren eine große und sehr aufregende Sache. Aber abgesehen von der Lernerei dafür ist, zumindest in den ersten drei Quartalen des Jahres, wenig passiert.

Das Staatsexamen hatte dazu geführt, dass ich bis September kaum zum Bloggen gekommen bin. Ich habe zwar viel (wirklich seeeeeehr viel) gelesen, aber die Arbeit am Blog ruhte. Nach den Klausuren war es eine meiner größten Freuden, hier wieder Leben reinzubringen. Und ich hoffe sehr, dass ich auch 2024 dabeibleiben kann.

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Christmas Eve Book Tag

Fröhliche Feiertage ihr Lieben!

2021 habe ich zu den Feiertagen schonmal einen Weihnachts-Tag erstellt und das hat mir so viel Freude bereitet, dass ich es dieses Jahr mal wieder tun möchte. Also kommt hier, passend zu Heiligabend, der Christmas Eve Book Tag! Erstellt hat ihn Sam’s Cozy Corner.

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Over the Rainbow – Make You Mine This Christmas

In der Reihe „Over the Rainbow“ stelle ich euch Bücher zum Thema LGBTQIA+ vor. Es handelt sich um fiktive Geschichten ebenso wie Sachbücher. Passend zur Saison (und als Abschluss der Mini-Reihe an Weihnachtsbeiträgen in diesem Monat; siehe HIER und HIER) gibt es heute einen Liebesroman, der zur Weihnachtszeit spielt: Make You Mine This Christmas von Lizzie Huxley-Jones.

Nach einem furchtbaren Jahr trifft Haf auf einer Weihnachtsfeier Christopher, mit dem sie sich sofort sehr gut versteht. Aber nach einem betrunkenen Kuss unter dem Mistelzweig denkt Christophers Umfeld, dass die beiden verliebt sind. Und so wird Haf zu Weihnachten bei Christophers Familie eingeladen und weil sie noch keine Pläne hat und Christopher nicht lächerlich machen will, stimmt sie zu. Doch dann trifft sie Kit, Christophers Schwester, verliebt sich Hals über Kopf in diese und macht das Chaos so perfekt.

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Die Montagsfrage #56

Hallo ihr Lieben!

Die letzte Woche war eine der nervenaufreibendsten meines Lebens und brachte die tolle Neuigkeit mit sich, dass ich meine Staatsexamensklausuren im August bestanden habe! Ich bin immer noch richtiggehend high und plane gerade nicht nur Weihnachten, sondern auch das kommende Jahr. Bevor ich damit weitermache, gibt es die Montagsfrage von Wordworld:

Habt Ihr buchige Erinnerungen/Traditionen, die Ihr mit Weihnachten verbindet?

Mal abgesehen von „ellenlange Wunschliste mit Büchern darauf schreiben“ und „Bücher unter dem Weihnachtsbaum finden“, habe ich tatsächlich keine buchigen Traditionen. Ich lese Ende November und im Dezember gerne Bücher, die um/an Weihnachten spielen, dieses Jahr z.B. Murder on the Christmas Express von Alexandra Benedict oder Make You Mine This Christmas von Lizzie Huxley-Jones.

Überhaupt gibt es in meiner Familie wenige weihnachtliche Traditionen. Am 23. oder 24.12. holen wir den Weihnachtsbaum und schmücken ihn gemeinsam. Die Bescherung gibt es meist nach dem Essen, wobei die Reihenfolge des Auspackens mittlerweile ausgelost wird. Aber selbst das Essen ist keine Tradition: meist gibt es Raclette, aber wir hatten auch schon Fondue oder Braten.

Um zu den Büchern zurückzukommen: ich schaffe es in der Regel auch an den Weihnachts(feier)tagen, Zeit zum Lesen zu finden und wenn es nur abends im Bett ist. Aber da lese ich dann Bücher, die unter dem Baum lagen oder ich auf dem tolino habe, keine bestimmten Weihnachtsbücher.


Quelle Beitragsbild: Wordworld

Rezension – Friesenwinterzauber

Isabel ist am Boden zerstört, als ihr Freund kurz vor Weihnachten mit ihr Schluss macht. Kurzentschlossen begleitet sie daher ihre betagte Nachbarin nach St. Peter-Ording, wo diese Familie hat. Auch Isabel wird freundlich in die Gemeinschaft aufgenommen und fühlt sich dem Ort bald sehr verbunden. Kann sie hier vielleicht finden, was sie schon ihr ganzes Leben sucht: eine Familie?

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