Die Montagsfrage #97

Hallo ihr Lieben,

nur noch rund eine Woche bis Weihnachten und ich bin noch nicht so ganz bereit – Geschenke müssen noch gekauft werden und auch für das Referendariat liegt noch Arbeit vor mir. Sehr aufregend war für mich in der vergangenen Woche, meine erste selbst erstellte Challenge zu teilen (ganz schamlos, die Werbung 😀 ). Los geht aber auch diese Woche mit der Montagsfrage von Wordworld:

Was war für Euch die literarische Neuentdeckung des Jahres?

Im Vergleich zu vergangener Woche ist die Frage diesmal eigentlich nicht besonders schwer, aber ich musste doch lange überlegen, was ich hierauf antworte. Letztlich muss ich aber wohl sagen, dass für mich DIE Neuentdeckung 2024 die Last Binding-Reihe und ihre Autorin Freya Marske ist. Die Bücher haben mich mitgerissen, mich mitfiebern lassen und mich zum Lachen gebracht. Obwohl Magie und fantastische Aspekte eine große Rolle spielen, verpackt Marske auch viele Themen, die für uns relevant sind. Das alles mit einem tollen Schreibstil, der dafür sorgte, dass ich gespannt bin, welche Geschichten diese Autorin zukünftig noch erzählen wird. Auch die jeweils in die Bücher eingebauten Liebesgeschichten sind einfach schön zu lesen. Es sind ganz unterschiedliche Menschen mit ganz unterschiedlichen persönlichen Hintergründen. Und obwohl sie alle aus der gleichen Feder stammen, haben sie einzigartige Liebesgeschichten. Die drei Bücher sind rundum tolle, spannende Geschichten und für mich daher die große Neuentdeckung des Jahres.


Quelle Beitragsbild: Wordworld

Die Queens of Crime-Challenge 2025

Guten Morgen ihr Lieben,

heute möchte ich etwas ankündigen, über das ich mir schon seit längerem Gedanken mache: ich hoste eine Challenge! Worum es geht, lässt sich aus der Überschrift dieses Beitrags leicht herleiten: Krimis von Frauen. Das spukt mir schon länger im Kopf herum, denn die Bücher der als Queens of Crime bekannten Autorinnen – Agatha Christie, Ngaio Marsh, Dorothy L. Sayers und Margery Allingham – lese ich sehr gerne. Es soll aber keineswegs „nur“ um diese Größen des Krimi-Genres gehen: es zählt jedes Buch, das von einer Frau oder nichtbinären Person geschrieben wurde.

Los geht’s am 1. Januar 2025, beitreten könnt ihr jederzeit im Jahresverlauf. Die Challenge läuft dann bis zum 31. Dezember. Ich habe versucht, Aufgaben zu stellen, die nicht zu schwer zu erfüllen sind, denn vorrangig soll das Lesen von Büchern – und damit auch diese Challenge – Spaß machen. Punkte gibt es dennoch, denn ich mag es sehr, wenn zu den Challenges etwas Gamification kommt.
Weil es mir wichtig ist, dass queere Menschen und People of Colour mehr Repräsentation erfahren, gibt es Extrapunkte, wenn ein Krimi von einer queeren oder PoC Autor*in (es zählen auch Bücher von nichtbinären Menschen) geschrieben wurde.

Alle weitere Informationen, die Regeln und Aufgaben findet ihr auf der Challenge-Seite. Wenn ihr auch gerne teilnehmen wollt, erstellt eine eigene Challenge-Seite, die ihr unter diesem Beitrag oder auf meiner Challenge-Seite verlinkt. Dafür könnt ihr auch gerne das obige Beitragsbild verwenden.

Kurz zusammengefasst: Krimis von Frauen und nichtbinären Menschen lesen, die zu einer der Aufgaben passen, am besten noch eine Rezension erstellen und Punkte sammeln.

Ich freue mich über eine rege Teilnahme und wünsche uns allen viel Spaß mit dieser Challenge!

Over the Rainbow – How to Excavate a Heart

In der Reihe „Over the Rainbow“ stelle ich euch Bücher zum Thema LGBTQIA+ vor. Es handelt sich um fiktive Geschichten ebenso wie Sachbücher. Im Dezember gibt es, wie schon letztes Jahr, eine kleine Reihe winterlicher Bücher und so stelle ich euch heute eine queere Geschichte vor, die in der Weihnachtszeit spielt, aber keine Christmas-Love-Story ist.

Shanis Freundin hat sich nur wenige Tage vor den Winterferien von ihr getrennt und so fasst sie den Plan, sich nur auf ihr Praktikum zu konzentrieren und auf gar keinen Fall jemals wieder eine Beziehung zu führen. Doch dann überfahren sie und ihre Mutter mit dem Auto fast eine junge Frau, May, und als Shani dieser kurz darauf wiederbegegnet, kommen sie sich näher. Nachdem sie über Weihnachten zusammen eingeschneit werden, wird ihre Beziehung immer ernster. Und Shani muss sich fragen, ob diese über die Winterferien hinaus Bestand haben kann – und wie sie überhaupt eine Beziehung führen will.

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Currently Reading #5

Häufig lese ich Bücher, die hier auf dem Blog dann kaum oder gar keine Erwähnung finden. Mit der Aktion Currently Reading, initiiert von Andrea, möchte ich daran etwas ändern und euch jeden Dienstag in das Buch mitnehmen, das mich gerade begleitet.

Rückblick auf vergangene Woche

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Die Montagsfrage #96

Hallo ihr Lieben,

vor mir liegt ein Wochenende mit Freund*innen, auf das ich mich schon sehr freue und auch an der Weihnachtszeit erfreue ich mich dieses Jahr sehr. Ich muss aber auch arbeiten und bevor ich damit weitermache, gibt es wieder die Montagsfrage von Wordworld:

Wenn Ihr frei auswählen dürftet, welche Bücher zu Schullektüren werden, was würdet Ihr vorschlagen?

Puh, das ist mal eine wirklich schwierige Frage. Ich habe darüber jetzt einige Zeit gebrütet und bin auf Bücher gekommen, die ich gerne in der Schule gelesen hätte. Das sind vorrangig Sachbücher, dafür gibt es aber eine gute Erklärung: ich habe nicht das Gefühl, dass ich aus meinen Schullektüren sachlich wirklich etwas gelernt habe. Aber in vielen Sachbüchern sind Informationen so viel besser aufbereitet als in Schulbüchern und das ist etwas, das mir in Schullektüren fehlte.

  1. Periode ist politisch von Franka Frei
    Zuerst eingefallen ist mir Periode ist politisch, weil in meinen Augen die Aufklärung in der Schule über Menstruation, Periode und Uterus – also alles weiblich konnotierte – viel zu häufig mangelhaft ist. Franka Frei erklärt nicht nur viel, sie geht auch auf die Verbindungen von Menstruation, Kapitalismus und Patriarchat ein. Sehr informativ und das über ein Thema, über das selbst Menschen, deren Körper menstruieren, häufig viel zu wenig wissen. Ein weiterer Pluspunkt ist in meinen Augen , dass Freis Schreibstil so locker und nett ist, dass auch Jugendliche und junge Erwachsene ihn gerne lesen.
  2. Miese Krise von Ann-Sophie Henne, Robin Jüngling und Annika Le Large
    Vielleicht höre ich irgendwann auf, dieses Buch bei jeder Gelegenheit zu empfehlen – heute ist es noch nicht soweit 🙂 Miese Krise gehört für mich auf diese Liste, weil es kurz, aber mit zahlreichen weitergehenden Informationsmöglichkeiten, über die Klimakatastrophe aufklärt. Weil es aus dem Instagram-Kanal der drei Autor*innen bzw. Illustratorin entstanden ist, sind die Texte auch für Lai*innen sehr verständlich. Zudem gibt es Anleitung, wie man mit „Klimagefühlen“ – Befürchtungen vor den weiteren Auswirkungen der Klimakrise, Angst um die Zukunft, Machtlosigkeit – umgehen kann. Und ich denke, dass das auch vielen jungen Menschen helfen würde.
  3. Roman eines Schicksallosen von Imre Kertész
    Roman eines Schicksallosen gehört zu den erschütternderen Büchern, die ich über den Holocaust gelesen habe. Erzählt aus der Sicht eines Jugendlichen, erzählt Kertész autobiografisch beeinflusst über die Gräuel der Nazi-Zeit, insbesondere über die Zeit in mehreren Konzentrationslagern. Der Roman ist frei von der Empörung, welche die Berichte Überlebender – berechtigterweise – prägen, wird dadurch aber noch viel aufwühlender. Und weil Die Welle ja schön und gut ist, um zu verdeutlichen, wie schnell sich totalitäres Gebaren in einer Gruppe Menschen festsetzen kann, ist Roman eines Schicksallosen in meinen Augen noch viel besser, um zu verdeutlichen, was mit „Nie wieder“ gemeint ist – und was die letzte Konsequenz eines menschenverachtenden Systems ist, wenn man ihm nicht schon zu Beginn Einhalt gebietet. Im Übrigen würde dieses Buch auch Authentizität und den Gedanken von #ownvoices mehr in den Schulunterricht tragen, als jede Schullektüre über den Holocaust, die ich gelesen habe (looking at you, Der Junge im gestreiften Pyjama).
  4. Die Elenden von Anna Mayr
    Und damit zu meinem letzten Schul-Wunschbuch: Die Elenden befasst sich mit Klassismus, wie er sich in unserer Gesellschaft ausdrückt (Fokus auf Deutschland, das wird sich aber bestimmt auf viele europäische Länder übertragen lassen) und wie er sich auf die Leben von armen und wenig betuchten Menschen auswirkt (kurze Zusammenfassung: negativ). Klassismus ist eine Diskriminierungsform, über die ich in der Schule absolut nichts gelernt und gehört habe. Habe ich mich, als sogenanntes Arbeiterkind, manchmal komisch gefühlt, als ich Abitur an einem Gymnasium voller Akademikerkinder gemacht habe? Ja. Habe ich das als ein systemische Problem erkannt? Nein. Daran sollte sich dringend etwas ändern und ich denke, dass Die Elenden dafür ein guter Anfang ist, es befasst sich aber vorrangig mit Menschen, die deutlich weniger Ressourcen haben, als ich das je hatte. Kleiner Minuspunkt, wenn man an die Schule denkt: Anna Mayr richtet sich definitiv an ein erwachsenes Publikum – aber das Erlernen des Umgangs mit (schwierigen) Texten ist ja Teil der Schule 🙂

Quelle Beitragsbild: Wordworld

Rezension – The Christmas Orphans Club

Seit dem College sind Finn und Hannah beste Freund*innen und verbringen jedes Weihnachten miteinander. Hannah ist Waise und hat eine distanzierte Beziehung zu ihrer älteren Schwester, während Finn von seiner Familie verstoßen wurde, nachdem er sich als schwul outete. Im Lauf der Jahre kamen Priya und Theo dazu und aus den vieren wurde eine eingeschworene Clique. Doch dann verkündet Finn kurz vor Weihnachten, dass er von New York nach Los Angeles ziehen wird. Während Hannah versucht, die Gruppe dennoch zusammenzuhalten und ein letztes großes Weihnachten zu feiern, muss Finn sich damit auseinandersetzen, ob er Theo endlich seine Gefühle gestehen wird.

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Currently Reading #4

Häufig lese ich Bücher, die hier auf dem Blog dann kaum oder gar keine Erwähnung finden. Mit der Aktion Currently Reading, initiiert von Andrea, möchte ich daran etwas ändern und euch jeden Dienstag in das Buch mitnehmen, das mich gerade begleitet.

Rückblick auf vergangene Woche

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Die Montagsfrage #95

Hallo ihr Lieben,

jetzt ist das erste Adventswochenende schon wieder rum und damit näheren wir uns doch in sehr großen Schritten dem Jahresende – what?! In dieser Woche stehen (zum Glück) nur wenige Termine an, dennoch ist viel zu tun. Bevor ich mich also an den Schreibtisch setze, gibt es wieder die Montagsfrage von Wordworld:

Welche Bücher begleiten Euch (voraussichtlich) durch die Adventszeit?

Ich möchte dieses Jahr unbedingt noch Sieben Sekunden Luft von Luca Mael Milsch lesen. Die Autor*innenperson hatte ich dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesse bei einem Podiumstalk gesehen und mir daraufhin das Buch als Rezensionsexemplar „besorgt“. Das habe ich aber – Schande über mein Haupt – bisher noch nicht gelesen.

Außerdem liegt hier noch ein Rezensionsexemplar von Sonnenwende von Anja Jonuleit. Deren Bücher mochte ich bisher immer sehr gerne (rezensiert habe ich z.B. Das letzte Bild und Rabenfrauen) und Sonnenwende ist der zweite Teil einer Dilogie, deren erste Band, Kaiserwald, mir schon sehr gut gefallen hat. Ich habe geplant, die Rezension zu Sonnenwende Anfang Januar zu veröffentlichen und daher will ich auch dieses Buch noch diesen Monat lesen.

Das dritte Buch, das ich jetzt in der Adventszeit gerne lesen möchte, ist ein Weihnachtsbuch: The Christmas Jigsaw Murders von Alexandra Benedict. Deren Bücher haben mich schon in den vergangenen zwei Jahren im Dezember begleitet und diese kleine „Tradition“ führe ich gerne weiter 🙂

Davon einmal abgesehen, habe ich bisher nicht geplant, welche Bücher ich in nächster Zeit lesen will. Mal abgesehen von Rezensionsexemplaren entscheide ich mich meist sehr spontan für das Buch, das ich gerne lesen möchte.


Quelle Beitragsbild: Wordworld

Rezension – Everybody

Der Körper ist eine Quelle des Vergnügens und des Schmerzes, gleichzeitig hoffnungslos verletzlich und doch voller Kraft. Mit einem radikal neuen Blick auf das letzte Jahrhundert analysiert Olivia Laing den langen Kampf um körperliche Freiheit. Laing erzählt von sexueller Befreiung und LGBTQ-Bewegungen, von Feminismus, globalen Gesundheitskrisen und dem Civil Rights Movement, stützt sich auf eigene Protesterfahrungen und unternimmt Reisen vom Berlin der Weimarer Zeit bis zu den Gefängnissen der McCarthy-Ära in Amerika. In den Recherchen begegnet Laing ausgehend von Wilhelm Reich und seinen Theorien einigen der spannendsten und kompliziertesten Persönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts, darunter Nina Simone, Sigmund Freud, Susan Sontag und Malcolm X.
Quelle: Penguin

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Over the Rainbow – Die Last Binding-Reihe

In der Reihe „Over the Rainbow“ stelle ich euch Bücher zum Thema LGBTQIA+ vor. Es handelt sich um fiktive Geschichten ebenso wie Sachbücher. Heute gibt es weiteres erstes Mal, denn ich stelle euch eine Reihe vor: die Trilogie The Last Binding von Freya Marske.

„Over the Rainbow – Die Last Binding-Reihe“ weiterlesen