Guten Morgen ihr Lieben,
letzte Woche war im Rahmen der Absolvent*innenfeier meiner Fakultät die feierliche Zeugnisübergabe und damit kann ich mein Studium ganz offiziell als abgeschlossen betrachten! Zudem war ich mit meinen Eltern in Berlin, um den Geburtstag meines Onkels zu feiern. So war es zwar keine übermäßig entspannte, aber eine sehr schöne Woche mit vielen netten Begegnungen.
Bevor ich jetzt in die neue Woche starte, für die sehr wenig geplant ist, gibt es wieder die Montagsfrage von Wordworld:
Gibt es besondere Buchorte, die Ihr gerne mal besuchen möchtet und wenn ja, was reizt Euch daran (z.B. Drehorte, Settings, Buchhandlungen, Antiquariate, Wohnorte von Autor*Innen etc.)?
Für mich ging letztes Jahr ein langjähriger Traum in Erfüllung, als ich in Weimar die Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek und insbesondere deren Rokoko-Saal besucht habe. Es gibt aber noch andere Ziele, über die ich denke: da möchte ich auch mal hin!
Was Wohnorte von Autor*innen angeht, reizt mich besonders Greenway Estate in der Grafschaft Devon, UK. Dort lebte Agatha Christie mit ihrem Ehemann Max Mallowan und das Anwesen wurde so renoviert, dass es dem Zustand zu ihren Lebzeiten auf dem Gelände entspricht. Agatha Christies Büchern zählen im Krimi-Genre zu meinen absoluten Favoriten und einmal zu sehen, wie die Autorin lebte, ist für mich ein Träumchen 🙂
Hay-on-Wye, das walisische Buchdorf, sollte meines Erachtens auf der Reisewunschliste eines jeden Buchmenschen stehen und vorrangig natürlich dann, wenn das jährliche Buchfestival stattfindet.
Auch Buchhandlungen gibt es ein paar auf meiner Bucket List. Da ist zum einen Shakespeare And Company in Paris, Frankreich, einfach weil er legendär ist und ich einmal dort gewesen sein möchte. In London, UK, gibt es die Buchhandlung Word on the Water, die toll aussieht.
In Deutschland möchte ich einmal zu Glitch in München. Der queerfeministische Buchladen wird von einem Kollektiv betrieben und hat 2023, nach dem Ende des ersten Frauenbuchladens Westdeutschlands, Lillemor’s Frauenbuchladen, an gleicher Stelle seine Tore geöffnet. In Berlin gibt es den Laden She said, wo nur Bücher von Autorinnen und queeren Autor*innen verkauft werden. Geografisch mir am nächsten ist der Frauenbuchladen THALESTRIS aus Tübingen, der 1979 aus der autonomen Frauenbewegung heraus entstand. Die drei letztgenannten Buchhandlungen sprechen mich an, weil ich auf queere, feministische Literatur und Bücher von weiblichen und/oder queeren Autor*innen meinen eigenen Lesefokus lege und damit die Wahrscheinlichkeit steigt, dort auch fündig zu werden (was bei vielen Großbuchhandlungen mittlerweile nicht mehr der Fall ist).
Quelle Beitragsbild: Wordworld