Der Engelsbaum

Der Engelsbaum | Lucinda Riley | Goldmann | erschienen 2014
ISBN 978-3-442-48135-4 | 9.99€
Leseprobe

Über Lucinda Riley:
Riley wurde in Irland geboren, verbrachte aber während ihrer Kindheit einige Jahre in Bangkok. Zunächst arbeitete sie als Theater- und Fernsehschauspielerin. Ihr erster Roman, Lovers und Players, wurde 1992 veröffentlicht. Mittlerweile widmet sie sich ausschließlich dem Schreiben. Seit der Veröffentlichung von Das Orchideenhaus 2010 stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten.
Sie lebt mit Mann und Kindern in Norfolk, England, und in ihrem Haus in der Provence.

Greta hat nach einem Unfall ihr Gedächtnis verloren. Nun kehrt sie in das Herrenhaus Marchmont Hall in Wales zurück, welches Jahre lang ihre Heimat war. Doch dort kehren nach und nach ihre Erinnerungen zurück – an ihre Tochter, ihr einziges Enkelkind und ihre große Liebe. Aber sie macht auf einem Grabstein im Wald auch eine verstörende Entdeckung. Und die Geschichte ihres Lebens erfordert allen Mut, den sie hat.

Dieses Buch ist bei mir eingezogen, weil mir Der Palazzo am See von Sophia Cronberg so gut gefallen hat und es hieß, dass es ein Buch für Lucinda Riley-Fans wäre. Als ich jetzt also Der Engelsbaum für wenig Geld auf reBuy gesehen habe, dachte ich: das probier ich doch mal aus! Aber ich muss ehrlich sagen, das Sophia Cronbergs Buch mir doch besser gefallen hat.
Eher ungünstig war schon mal, dass mir die Hauptperson Greta von Anfang an recht unsympathisch war. Ich habe sie als unglaublich egozentrisch empfunden, die unbedingt ihren Traum von einem Leben ohne Sorgen erfüllen will. Dafür geht sie zwar nicht über Leichen, aber wie sie dieses Ziel über alles stellt hat mir nicht gefallen. Im Verlauf des Buches ist dieses Problem noch ein wenig größer geworden, da erst Gretas Enkelin Ava mir wirklich gefällt. Aber bevor sie auftritt, muss man sich quasi durch Gretas Geschichte und die ihrer Tochter Cheska arbeiten.
Irritierend fand ich auch, dass die Geschichte erzählt wird, weil Greta ihr Gedächtnis wieder erlangt. Aber plötzlich werden auch Erinnerungen erzählt, die sie miterlebt hat – nach dem Unfall. Das hat mich ein wenig gestört. Das hätte man meiner Meinung nach vielleicht ein wenig anders gestalten können.
Auch die Sprache ist mir stellenweise ein wenig auf die Nerven gegangen. Oft waren die Sätze sehr einfach. Mehrfach kam auch vor, dass ganze Seiten ohne wörtliche Rede auftauchen. Diese waren manchmal so langweilig, dass ich weitergeblättert habe. Vielleicht hat sich dies im Laufe der Zeit ja geändert (Erstveröffentlichung war Mitte der 90er) und ich gebe irgendwann einem neueren Buch von Riley noch eine Chance. Im Augenblick denke ich aber, dass ich in Zukunft lieber wieder auf Sophia Cronbergs Bücher zurückgreife.

„Die Liebe ist ein seltsames Ding […]. Sie kann das ganze Leben verändern und einen dazu bringen, Dinge zu tun, die man bei klarem Verstand eindeutig als falsch erkennen würde.“
– Greta Marchmont

2Sterne

Gemeinsam Lesen #14

Guten Abend ihr Lieben!

Die vierte Frage der Aktion Gemeinsam Lesen von Schlunzen-Bücher gefällt mir heute besonders gut!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese gerade Der Jahrhundertsturm von Richard Debüll. Ich habe heute erst angefangen und bin auf Seite 31 von 1032.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Die Betonung lag auf ein Elternteil.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Wie ihr in 1. sehen könnt, bin ich noch nicht wirklich weit fortgeschritten, aber bis jetzt lässt sich das Buch sehr gut lesen und Alvin, eine der Hauptfiguren, ist mir schon mal sympathisch.

4. War euer erstes Buch 2016 ein guter Einstieg ins Lesejahr? Habt ihr euch ein Ziel für dieses Jahr gesetzt?
Mein erstes Buch dieses Jahr war Wolken über Fairfield Hall, ein Weihnachtsgeschenk von meiner Schwester. Wie in meiner Rezension gesagt, gab es zwar in meinen Augen die ein oder andere Unstimmigkeit, aber insgesamt hat es mir gut gefallen. So war der Einstieg in 2016 also gut.
Dieses Jahr nehme ich zum ersten Mal an der Goodreads-Challenge teil und will dafür 100 Bücher lesen.

Liebe Grüße,
Celina xx

Montagsfrage #14

MontagsfrageGuten Morgen ihr Lieben!

Nachdem ein Großteil meiner To do-Liste für heute schon abgearbeitet ist, habe ich Zeit um die Montagsfrage von Buchfresserchen zu beantworten.

Wie wichtig sind dir Klappentexte/Inhaltsangaben auf der Rückseite?

Sehr wichtig! Natürlich macht ein Cover erstmal neugierig, aber wenn der Klappentext mir nicht zusagt, dann bewegt mich auch ein tolles Cover nicht dazu, das Buch zu lesen/kaufen. Besonders ärgerlich finde ich immer, wenn Preisschilder oder ähnliches in Buchhandlungen über den Klappentext geklebt werden. Da landet das Buch sofort wieder im Regal, auch wenn es an und für sich vielleicht gar nicht schlecht wäre.

Wie sieht das bei euch aus?

Liebe Grüße,
Celina xx

The Monogram Murders

The_Monogram_MurdersThe Monogram Murders | Sophie Hannah | HarperCollins | erschienen 2014
ISBN 978-0-00-810238-8 | £6.99
Leseprobe

Über Sophie Hannah:
Hannah wurde 1971 im englischen Manchester geboren. 1995 veröffentlichte sie einen ersten Band mit Gedichten. Seitdem wurden zahlreiche Gedichte veröffentlicht, die an einigen höheren Schulen im gesamten Königreich zum Lehrstoff gehören. Außerdem ist sie New York Times Bestseller-Autorin und hat neben ihren Gedichten auch Krimis, Psychothriller, Kinderbücher und Romane geschrieben. Sie lebt mit ihrem Mann und den zwei gemeinsamen Kindern in Cambridge.
The Monogram Murders ist das erste Buch mit Hercule Poirot nach dem Tod seiner Erfinderin, Agatha Christie, das von den Besitzern der Copyright-Rechte autorisiert wurde.

Im angesehenen Bloxham Hotel in London werden drei Leichen gefunden: jede einzeln in einem Hotelzimmer aufgebahrt, jede mit einem Manschettenknopf im Mund und alle drei wurden vergiftet. Obwohl man zunächst keine Verbindung zwischen den Opfern herstellen kann, wird schnell klar, dass alle drei vor fast zwei Jahrzehnten im gleichen Dorf gelebt haben. Als der Erzähler und Scotland Yard-Beamte dort hin fährt, um ein mögliches Mordmotiv zu entdecken, stößt er auf eine Mauer des Schweigens – und auf eine Tragödie, die sechzehn Jahre zurückliegt.

Dieses Buch ist eines der wenigen Bücher, die ich in hohem Maße wegen des Covers gekauft habe. Mir gefällt es richtig gut! Dann war ich natürlich neugierig, wie Poirot in diesem Krimi umgesetzt wird. Und auch der Klappentext hat mir sehr zugesagt. Also war der Kauf quasi beschlossene Sache 😉
Zunächst einmal muss gesagt sein, dass Englisch nicht meine Muttersprache ist. Und obwohl ich sehr viel Zeit in England verbringe, gibt es nun mal das ein oder andere Wort, das ich nicht kenne und mir auch nicht herleiten kann. Dementsprechend finde ich es ein wenig schwer zu beurteilen, inwiefern Hannahs Sprache mit der Agatha Christie übereinstimmt. Denn nur weil ich ein Wort nicht kenne, heißt das ja nicht zwangsläufig, dass es im englischen nicht mehr regelmäßig genutzt wird.
Wenn man mir davon also absieht, ist es der Autorin in meinen Augen wunderbar gelungen, die Atmosphäre der Christie-Krimis wiederzugeben. Besonders in der Person des Poirot sah ich keine Unterschiede. Er hat immer noch seinen enormen Schnurrbart, ein Gefühl für den großen Auftritt und lässt den Leser bis ganz zum Schluss im Unklaren.
Das einzige, was sich in meinen Augen geändert hat, ist, dass es während der Auflösung dann doch noch ein bisschen Action gibt. Zwar nur minimal wenig, aber bei einem der Original-Bücher ist mir das noch nicht aufgefallen.
Daneben macht der Fall und dessen Auflösung Agatha Christie alle Ehre: er hat mir wirklich das Gefühl gegeben, ein weiteres Buch von Christie in der Hand zu halten. Ich hoffe, dass es nicht bei diesem einen Poirot-Buch von ihr bleibt!

I wondered, out of all the people that ever ran away, how many did so for that very reason: because they would rather not be asked, whatever the question might be.
– Edward Catchpool

goldene_Sterne

Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet

Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet | Alan Bradley | blanvalet | erschienen 2010
ISBN 978-3-442-37624-7 | 8.99€
Leseprobe

Über Alan Bradley:
Bradley wurde 1938 in der kanadischen Provinz Ontario geboren. Zunächst machte er eine Ausbildung zum Elektrotechniker und arbeitete für verschiedene Radio- und Fernsehstationen, bevor er Direktor für Fernsehtechnik an einer kanadischen Universität wurde. Seit 1994 hat er sich aus dem Berufsleben zurückgezogen und widmet sich ausschließlich dem Schreiben. Zusammen mit seiner Frau Shirley lebt er auf Malta.

Flavia de Luce ist die jüngste von drei Töchtern, die zusammen mit ihrem Vater auf dem Anwesen Buckshaw leben. 1950 ist sie elf Jahre alt und findet im Hauseigenen Gurkenbeet eine Leiche. Schnell steht fest, dass der Tote vergiftet wurde – und die Polizei nimmt Flavias Vater als Tatverdächtigen fest. Flavia ist jedoch fest von dessen Unschuld überzeugt und macht sich selbst an die Ermittlungen. Als Elfjährige selbstverständlich von allen unterschätzt, kann sie den Beteiligten Löcher in den Bauch fragen. So kommt sie einem Geheimnis ihres Vaters auf die Spur und muss sich fragen, ob die Polizei nicht möglicherweise doch recht hat.

Flavia ist schon eine Marke! Mit elf Jahren versteht sie mehr von Chemie als manch einer nach acht Jahren Chemie im Gymnasium und mischt ihrer Schwester als Rache eine Portion Giftefeu in den Lippenstift. Aber auch als Amateurdetektivin überzeugt sie. Sie geht die „Befragungen“ offensiv an und lässt sich auch nicht von kleinen Hindernissen wie geschlossenen Geschäften abhalten.
Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben. Toll fand ich vor allem die kurzen, aber sehr anschaulichen Charakterisierungen der Menschen, die Flavia während ihrer Ermittlungen begegnen. Dabei ging es nicht nur um das Äußere, sondern vor allem darum, wie herablassend sie teilweise als Kind behandelt wird.
Zu ihrem sehr großen Selbstbewusstsein und den vielleicht nicht ganz altersgerechten Giftkenntnissen kommen noch eine sehr rasche Auffassunsgabe und Beobachtungen, die Hercule Poirot alle Ehre machen.
Das Buch soll zwar ein Jugendbuch sein, aber ist definitiv auch für Erwachsene gut zu lesen. Es dauert zwar ein bisschen, bis sich die Spannung so richtig aufbaut, aber es wird trotzdem nicht langweilig das Buch zu lesen. Der durchtriebene Humor von Flavia und ihre extreme Freude über die chemischen Vorgänge, die sie in ihrem Labor durchführt machen das Buch absolut lesenswert und auch die weiteren Bücher der Reihe stehen ganz weit oben auf meiner Wunschliste.

Meine besondere Vorliebe galt den Giften.
– Flavia de Luce

5Sterne

Gemeinsam Lesen #13

Gemeinsam_LesenGuten Abend allerseits!

Nach der kleinen „Winterpause“ von Schlunzen-Bücher geht es weiter mit deren Aktion Gemeinsam Lesen.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Im Augenblick lese ich The Monogram Murders von Sophie Hannah in Anlehnung an Agatha Christie und ich bin auf Seite 21 von 373.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
I thanked her and refused.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Ich habe ja gerade erst angefangen und bin mal gespannt, ob dieser Poirot-Fall den originalen Poirot-Büchern von Agatha Christie gerecht wird.

4. Lagen buchige Geschenke unter eurem Tannenbaum oder habt ihr euch vielleicht sogar selbst beschenkt?
Sowohl als auch 🙂 Von meiner Schwester habe ich Wolken über Fairfield Hall geschenkt bekommen. Da das Buch aber schnell gelesen war und ich außerdem finde, dass das viel zu wenige Bücher sind, habe ich mir noch vier Bücher bei reBuy bestellt.

Liebe Grüße und morgen einen schönen Feiertag,
Celina xx

Wie man einen Prinzen heiratet

Wie_man_einen_Prinzen_heiratetWie man einen Prinzen heiratet | Sophie Page | Goldmann | erschienen 2011
ISBN 978-3-641-06270-5 | 4.99€ (Kindle Edition)/0.48€ (Taschenbuch)
Leseprobe

Über Sophie Page:
Sophie Page ist das Pseudonym der britischen Autorin Jenny Haddon, die unter ihrem echten Namen sowie den zwei Pseudonymen Sophie Page und Sophie Weston schreibt. Jenny Haddon lebt und arbeitet in London.
Quelle: Jenny Haddon

Bella Greenwood ist gerade zwei Monate zu früh von einem enttäuschenden Job nach London zurückgekehrt. Dort findet sie Unterschlupf bei ihrer Freundin Charlotte, die sie am ersten gemeinsamen Wochenende zu einer Party mitnimmt. Auf dieser Party begegnet sie dem attraktiven Richard, der ihr Herz im Sturm erobert. Erst Tage später erfährt sie, dass Richard Thronfolger des englischen Königshauses ist. Und als sich trotz Bellas Abneigung gegenüber dem Rampenlicht eine feste Beziehung zwischen den beiden entwickelt, muss sie sich nicht nur mit aufdringlichen Paparazzi und missgünstigen Bloggern herumschlagen, sondern auch mit der Hofetikette und deren Hütern.

Dieses Buch musste sich bei mir gar keinen allzu hohen Erwartungen stellen. Ich wollte die freie Zeit hier in Deutschland nutzen, um mit einer der Challenges, Märchenhaft durch 2016, zu beginnen. Im Zuge dessen ist mir eben dieses Buch in die Hände gefallen und da mich der Klappentext angesprochen hat, landete es auf meinem Kindle. Jetzt war es also endlich so weit und ich muss sagen: das Buch ist toll!
Zunächst einmal war es sehr gut geschrieben und dementsprechend auch sehr gut zu lesen. Trotz Unterbrechungen habe ich insgesamt nur etwas mehr wie einen Tag gebraucht, um die 380 Seiten zu verschlingen.
Page schreibt humorvoll ohne dabei gezwungen zu wirken und ihre Protagonistin Bella ist mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Sie ist ein ziemlicher Tollpatsch, nimmt ihre Missgeschick aber mit viel Humor und Selbstironie.
Auch Prinz Richard ist wirklich zum Verlieben. Kein Bad Boy, der wie durch ein Wunder durch die Liebe zu Bella alles umkrempelt, sondern ein Gentleman wie er im Buch steht, der trotz mit Bella und auch über sich lachen kann.
Ebenso ist in diesem Buch ein Leben im Rampenlicht, wie man es sich als Außenstehende(r) vorstellt, realistisch dargestellt. Mir hat auch gefallen, dass hier offensichtlich wird, welche Zwänge einem Thronfolger auferlegt sind. Anders als in den beliebter werdenden Superstar-Büchern ist ein „Über die Stränge schlagen“ für die royale Familie und eben auch das „First Girlfriend“ in Form von Bella nicht drin. Ganz offensichtlich sind die Konventionen durch ein Leben im Scheinwerferlicht hier noch schwieriger zu handhaben.
Gefallen hat mir ehrlich gesagt zudem die Tatsache, dass ein durchgetaktetes Leben von Seiten Richards, mit teilweise mehreren Terminen an einem Tag, dargestellt wird. Dass dies eben auch zu Problemen führt und vor allem, wie alle Beteiligten damit umgehen, hat mich fasziniert. Dadurch hatte ich wirklich das Gefühl, einen Einblick in das Leben der fiktiven royalen Familie zu bekommen.
Kleiner Pluspunkt, der mir sehr gut gefallen hat: Die Kapitelüberschriften sind als Schlagzeilen aus den Zeitungen und Zeitschriften dargestellt.

„Du kennst mich und ich kenne dich, und wir wissen beide, dass wir zusammen stärker sein werden als jemals alleine. Und wir werden außerdem verdammt viel mehr Spaß dabei haben.“
– Prinz Richard

5Sterne

Montagsfrage #13

MontagsfrageGuten Morgen ihr Lieben!

Auch der erste Montag im Jahr beginnt natürlich mit einer Montagsfrage von Buchfresserchen.

Print oder eBook, was bevorzugst du?

Bis vor einigen Monaten hätte ich auf diese Frage noch ganz entschieden mit „Print!“ geantwortet. Mittlerweile bin ich da ein wenig zwiegespalten. Da ich einen Großteil dieses Jahres in England verbringe, sind mir zumindest dort eBooks auf jeden Fall lieber. Ich lese nun mal seeehr viel und ich kann gedruckte Bücher eben nicht in diesen rauen Mengen mit mir herumtragen. Ganz die Hände davon lassen kann ich aber auch nicht und so zieht auch in England die ein oder andere Printausgabe bei mir ein.

Liebe Grüße,
Celina xx

Wolken über Fairfield Hall

Wolken_über_Fairfield_HallWolken über Fairfield Hall | Margaret Dickinson | Weltbild | erschienen 2015
ISBN 978-3-95569-478-4 | 10.99€
Leseprobe

Über Margaret Dickinson:
Dickinson wurde in Lincolnshire, im Osten Englands, geboren. Während ihrer Kindheit zog die Familie ans Meer, wo sie ihre Liebe zum Meer und der Landschaft von Lincolnshire entwickelte. Bereits im Alter von 25 Jahren veröffentlichte sie ihr erstes Buch, dem zahlreiche weitere folgten. Viele ihrer Bücher spielen in Lincolnshire.
Dickinson ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

England 1896: Für den ehrgeizigen Geschäftsmann Ambrose Constantine geht ein Traum in Erfüllung als seine Tochter und einziges Kind Annabel den Earl of Fairfield heiratet. Der Earl wird damit von seinen finanziellen Sorgen erlöst und Constantine kauft seiner Tochter den Titel.
Von der stattlichen Mitgift erfährt diese erst, als sie bereits in Fairfield Hall angekommen ist. Dort fällt ihr vor allem die Not der Menschen im Dorf sieht, die ebenfalls unter der finanziellen Schieflage ihrer adligen Herren gelitten haben. Annabel macht es sich zur Aufgabe, das Herrenhaus und das Dorf wieder aufzubauen und erobert damit die Herzen der Menschen. Als sie ihrem Mann dann auch noch einen Sohn gebiert, scheint das Happy End zum Greifen nahe. Doch es gibt eine Person, die mit dem Glück der jungen Countess nicht einverstanden ist: ihre Schwägerin Dorothea.

Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich wirklich begeistert: „Aufbaugeschichten“ wie diese gefallen mir sehr gut und ich konnte es kaum erwarten, mit dem Buch loszulegen. Und in diesem Punkt wurde ich auch nicht enttäuscht. Annabel steckt sehr viel Geld in das Anwesen und das dazugehörige Dorf. Und es ist auch keine „One-Woman-Show“: Sie erhält viel Unterstützung von ihrer Familie, aber auch den Menschen im Dorf. Daher kann ich mir durchaus vorstellen, dass es so hätte ablaufen können. Da es zum Ende des 19. Jahrhunderts spielt, dachte ich mit meinen eher bescheidenen Kenntnissen, dass eine entschlossene Frau damals durchaus einiges hätte ändern können – selbstverständlich mit männlicher Unterstützung und nur in dem kleinen Rahmen eines Anwesens.
Die Story an sich hat mir also gut gefallen, war auch flüssig geschrieben und Fehler sind mir keine aufgefallen. Insgesamt gut zu lesen.
Und jetzt kommt das Aber 😉 Ich hatte oft das Gefühl, dass die Einstellungen und Ansichten der dargestellten Menschen ein wenig zu modern sind. Hin und wieder erwähnt Annabels Ehemann, dass sie nicht alleine ins Dorf gehen sollte. Aber abgesehen von ihm scheint sich sonst niemand darum zu kümmern, ob Annabel sich angemessen verhält. Das halte ich bei einer Frau doch für sehr ungewöhnlich. Insbesondere Annabel scheint sich wirklich gar nicht darum zu kümmern, was die Personen in ihrem Umkreis von ihr halten. Selbstverständlich will sie in allererster Linie helfen, aber dass sie sich überhaupt nicht an die Konventionen hinwegsetzt hat mich doch sehr gestört. Denn das ist mir an einem historischen Roman einfach wichtig: Ich muss das Gefühl haben, dass es sich tatsächlich so hätte abspielen können, um in der Geschichte zu versinken. Bei diese Buch habe ich mich einfach ein paar mal zu oft gefragt, ob das damals wirklich so hätte laufen können.

4Sterne

Das neue Jahr 🎆🎆

Hallo ihr Lieben!

Hoffentlich seit ihr gut im neuen Jahr angekommen, hattet schöne Weihnachtsfeiertage und habt ein paar tolle (Buch-)Geschenke bekommen.
Ich freue mich jedenfalls darauf, hier noch weitere gute und vielleicht auch nicht so gute Bücher zu rezensieren. Außerdem möchte ich den 35 supertollen Menschen danken, die diesem Blog folgen! Ich weiß, dass es Blogs mit tausenden von Followern gibt, aber ich hätte nie erwartet, dass es so viele Personen gibt, die sich für das interessieren, was ich hier von mir gebe 😉 – DANKE!

Liebe Grüße,
Celina xx