Leserunde zu „Teufelskrone“ von Rebecca Gablé

Nachdem mir die Leserunden zu Der dunkle Thron und Der Palast der Meere großen Spaß machten, freue ich mich sehr, dass Melli vom Blog Mellis Buchleben ab heute eine Leserunde zu Band 6 der Waringham-Saga, Teufelskrone, veranstaltet. Wir machen damit einen deutlichen Sprung in die Vergangenheit der Waringhams, denn dieser Band spielt ab 1193 und damit rund 200 Jahre vor Das Lächeln der Fortuna und rund 400 Jahre vor dem zuletzt gelesenen Band Der Palast der Meere.

Es geht heute, 2. November, los und ich freue mich sehr darauf, diesen Beitrag zu füllen. Schaut unbedingt auch bei Melli vorbei und lest euch unsere Diskussionen und Meinungen zu diesem Buch durch.

Bitte beachtet, dass der Rest des Beitrags Spoiler enthält!

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Rezension – Mythos Mutterinstinkt

Der Mutterinstinkt klingt wahnsinnig plausibel, nach einem Bild inniger Liebe gepaart mit irrer Kompetenz.
Der einzige Haken: Es gibt ihn nicht.
Und das ist eigentlich ein Grund zum Jubeln! Denn die Erzählung vom Instinkt produziert unglaublich hohe Ansprüche an Mütter – und spart all jene aus, die Sorge für ein Kind tragen, ohne es geboren zu haben.
Dieses Buch erzählt von bahnbrechenden Forschungsergebnissen, die Elternschaft in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen. Dabei räumt es mit einem historischen Mythos auf: Es zeigt, wie es zur Erfindung des Mutterinstinkts kam. Wem es nützt, wenn wir an ihn glauben. Und welche Freiheit wir gewinnen, wenn wir uns endlich von ihm verabschieden.
Quelle: Penguin

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Die Montagsfrage #91

Hallo ihr Lieben,

noch gibt es kein Internet, aber ich habe große Hoffnungen, dass sich daran bis Ende der Woche etwas ändern wird – genauer gesagt am Donnerstag. Und der bietet genau die richtige Überleitung zur heutigen Montagsfrage von Wordworld:

Seid Ihr Team Halloween-Party oder Team vorweihnachtliche Stimmung?

Halloween ist für mich tatsächlich gar kein großes Thema. Als ich noch Kind war, haben wir keine Süßigkeiten gesammelt und das hat sich bei mir bis heute weitergetragen, dass ich keinen Wert auf Halloween lege. Dieses Jahr kommen zwei kleine Kinder zu Besuch, vielleicht drehen wir also trotzdem eine Runde 🙂

So richtig in vorweihnachtlicher Stimmung bin ich aber auch noch nicht. Es hängt die Herbstdeko an den Fenstern und auch Lebkuchen habe ich noch nicht gekauft. Tendenziell würde ich aber doch eher zum Team vorweihnachtliche Stimmung gehören. Ich liebe die schönen winterlichen Dekorationen und werde diese wohl auch so langsam auspacken. Auch das erste weihnachtliche Buch steht bei mir schon in den Startlöchern und ich werde es zeitnah „in Angriff nehmen“.


Quelle Beitragsbild: Wordworld

Eine Liebeserklärung an Bibliotheken

Alljährlich am 24. Oktober findet in Deutschland der Tag der Bibliotheken statt. 1995 wurde er vom damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker ins Leben gerufen und während er natürlich vorrangig Gelegenheit für die Bibliotheken in Deutschland bietet, sich zu feiern und zahlreiche schöne Veranstaltungen anzubieten (schaut mal beim dbv ins Programm), möchte auch ich die Bibliotheken feiern.

Im vergangenen Jahr habe ich 270 Bücher gelesen – viel, viel mehr, als ich mir leisten könnte, selbst anzuschaffen. Und so waren auch nur 24 davon Bücher, die ich mir selbst gekauft hatte. Der allergrößte Teil, nämlich fast 170 Bücher, habe ich mir aus diversen Bibliotheken ausgeliehen. Und so wundert es euch bestimmt nicht, wenn ich sage, dass ich Mitglied in drei Bibliotheken bin.

Für mich hat die Liebe zu Bibliotheken mehrere Aspekte. So liebe ich es zum einen, mich in die örtliche Bibliothek zu setzen und einfach nur ein Buch zu lesen. Wenn es draußen regnerisch oder sehr kalt ist, bietet mir das die Möglichkeit, kostengünstig Zeit außerhalb der Wohnung zu verbringen, andere Menschen um mich zu haben und dennoch zu entspannen. Niemand stört sich daran, wenn ich Kopfhörer aufhabe, ich bin nicht gezwungen, Essen oder Trinken zu bestellen und hin und wieder führt man eine nette Unterhaltung mit den Mitmenschen.

Es kommt zwar hin und wieder vor, dass ich Bücher finde, die schon (lange) auf meiner Wunschliste stehen und die ich dann ausleihen kann. Darüber freue ich mich immer riesig. Vor allem sorgen Büchereien aber immer wieder dafür, dass ich neue Autor*innen entdecke, neue Geschichten, neue interessante Sichtweisen auf die Welt. Manchmal finde ich Bücher, die es mir ermöglichen, eingefahrene Gedanken neu zu sortieren. Manchmal sorgt ein Buch dafür, dass ich jahrelang gehegte Vorurteile hinterfrage. Manchmal tröstet es mich und manchmal macht es mich wütend. Aber allen ist gemein, dass ich ohne die Bibliothek vermutlich nie davon erfahren hätte.
Eine meiner liebsten Autorinnen aus dem Krimi-Genre ist Viveca Sten, über deren Reihe rund um Kommissar Thomas Andreasson ich eine Rezension geschrieben habe. Auf ihre Bücher bin ich in der Bibliothek gestoßen und darum bin ich unfassbar froh, denn auch ihre neue Reihe um Hanna Ahlander (Band 1 wieder in der Bibliothek entdeckt), ist so gut!
Über die Bibliotheken habe ich zudem Zugriff auf Libby. Die App ermöglicht das Ausleihen von eBooks und ist preislich in der Jahresgebühr, die für die Mitgliedschaft in der örtlichen Bibliothek erhoben wird, enthalten. Ich lese bei Libby monatlich 2-3 Bücher und freue mich immer wieder, dass ich dadurch Zugriff auf sehr viele englisch-sprachige Bücher habe. Denn das ist für mich der perfekte Weg, meinen „Sprachmuskel“ diesbezüglich zu trainieren.

Nicht zu unterschätzen ist in meinen Augen zudem der finanzielle Aspekt. Bücher sind für mich eine Leidenschaft. Müsste ich aber alle Bücher, die ich gerne lesen möchte, selbst kaufen, würde ich am Hungertuch nagen. Auch in diesem Jahr waren über 70 % meiner Neuzugänge Bücher, die ich aus den Bibliotheken ausgeliehen hatte. Ganz grundsätzlich erlauben es mir Bibliotheken also auch, einem Hobby zu frönen, das ich sehr liebe.

Ich freue mich immer riesig, wenn in den Bibliotheken junge Menschen alleine (soll heißen: ohne Eltern) unterwegs sind. Denn das zeigt mir, dass es immer neue Nutzer*innen dieser wertvollen Institutionen gibt. So soll es sein. Und es zeigt mir, dass ich mit meiner Liebe zu den Bibliotheken nicht allein bin.
Die äußerte sich übrigens letztes Jahr zum Beispiel auch darin, dass ich mir wünschte, der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek, genauer gesagt ihrem bekannten Rokoko-Saal, einen Besuch abzustatten. Nachdem ich die Staatsexamensklausuren geschrieben hatte, ging es also mit meiner Mutter nach Weimar und dort entstand dann das schöne Bild, das das Beitragsbild oben ziert.


Bildquelle Tag der Bibliotheken: Deutscher Bibliotheksverband

Die Montagsfrage #90

Hallo ihr Lieben,

Internet habe ich zuhause immer noch keines, aber zum Glück bin ich am Ausbildungsstandort online und daher gibt es heute wieder eine Antwort auf die Montagsfrage von Wordworld:

Wie heißen die Protagonist*innen in Eurem aktuellen Buch?

Momentan lese ich Und Großvater atmete mit den Wellen von Trude Teige. Es ist nach Als Großmutter im Regen tanzte Band 2 einer Reihe um die Norwegerin Juni und ihre Großeltern. Der Großvater Konrad tauchte in Band 1 immer wieder als Fels in der Brandung für Juni und ihre Großmutter auf. Dieses zweite Buch konzentriert sich nun darauf, wie das Leben von Konrad verlief, bevor er Tekla, die Großmutter von Juni, kennenlernte.

Ich habe gerade erst angefangen, das Buch zu lesen und kann daher nur wenig darüber sagen. Aber ich kann sagen, dass Als Großmutter im Regen tanzte eines der ergreifendsten Bücher war, das ich bisher in 2024 gelesen habe. Es ist eine Mischung aus Familienroman, deutscher und norwegischer Geschichte sowie Gegenwartsliteratur. Mich konnte es komplett überzeugen und ich habe mich sehr gefreut, dass die örtliche Bibliothek auch Band 2 dieser Reihe angeschafft hat.


Bildquellen
Beitragsbild: Wordworld
Cover Und Großvater atmete mit den Wellen: S. Fischer

Mein SuB kommt zu Wort 10/2024

Die Aktion „Mein SuB kommt zu Wort“ findet immer am 20. des Monats statt. Es gibt drei Fragen an den SuB, die jeden Monat gleich sind und eine vierte Frage, die sich jeden Monat ändert. Bei dieser letzten Frage gilt, dass von den vorgestellten Büchern eines bis zum nächsten Monat zu lesen ist, wobei es folgende Regeln gibt:

  1. Es sollten maximal 3 Bücher pro Frage 4 vorgestellt werden. Wer möchte, kann von den anderen Teilnehmer*innen abstimmen lassen, welches der Bücher bis zum nächsten Monat gelesen werden soll.
  2. Es kann auch nur ein Buch vorgestellt werden, welches dann auch das Buch ist, welches bis zum nächsten 20. gelesen wird.
  3. Wer für die Aufgabe keine passenden SuB-Bücher hat, kann alternativ ein Buch einer Reihe vorstellen, welche er gerne fortführen möchte.

Anna von Annas Bücherstapel hat die Aktion 2016 ins Leben gerufen; Melli von Mellis Buchleben und Vanessa von Vanessas Literaturblog haben sie 2021 übernommen.

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Rezension – Der Buchladen von Bloomsbury

Der Buchladen von Bloomsbury hat in seiner jahrhundertelangen Geschichte schon manchen Sturm überstanden. Aber als in den 1950ern die drei weiblichen Angestellten beschließen, frischen Wind in den Laden zu bringen, scheint das die gut sortierte Welt des Buchladens aus dem Gleichgewicht zu bringen. Doch dann taucht ein verschollen geglaubtes Buch auf und die drei Frauen knüpfen Kontakte zu einigen der einflussreichsten Frauen ihrer Zeit. So bekommen sie vielleicht die Chance, das Steuer herumzureißen und in Bloomsbury ihre Version eines modernen Buchladens zu leben.

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Die Montagsfrage #89

Hallöchen ihr Lieben,

der Oktober war bisher ein aufregender, anstrengender und voller Monat. Am 1.10. ging mein Referendariat los und so sehr ich davor Muffensausen hatte, so sehr gefällt es mir bisher. Direkt davor stand aber auch noch mein Umzug an und die Wohnung bereitet mir teilweise noch Kopfzerbrechen. Unter anderem habe ich auch noch kein Internet, weswegen in den vergangenen rund zwei Wochen die Arbeit am Blog nicht möglich war. Ich weiß noch nicht, wann sich das wieder ändert, wollte heute aber wenigstens die Montagsfrage von Wordworld beantworten. Und das mache ich jetzt auch:

Welche Bücher mit herausragenden Illustrationen würdet Ihr empfehlen und warum?

Mir ist sofort ein Buch eingefallen – danach habe ich lange überlegt und auf ein weiteres Buch, das zur heutigen Frage passt, bin ich einfach nicht gekommen. Daher nun ein kleines Loblied auf Was wir lieben. Herausgegeben von Lucy-Anne Holmes erzählen darin über 50 cis und trans Frauen sowie nicht-binäre Menschen was ihnen an Sex gefällt – oder auch nicht. Sie sind unterschiedlichstens Alters und stellen die unterschiedlichsten Aspekte ihres Sexuallebens dar. Und jeder Erfahrungsbericht ist mit einer eigenen, wunderschönen Illustration untermalt, von denen ich ein paar in meiner Rezension zeige. Sie stammen von unterschiedlichen Künstler*innen und jede Illustration ist genau auf den sie begleitenden Bericht zugeschnitten. Es sind ganz unterschiedliche Stile dabei, aber es passt irgendwie immer und macht Was wir lieben zu einem ganz außergewöhnlichen Buch, das mir auch zwei Jahre nach dem ersten Lesen immer wieder in Erinnerung kommt.


Quelle Beitragsbild: Wordworld

Over the Rainbow – Chili, Zimt und Koriander

In der Reihe „Over the Rainbow“ stelle ich euch Bücher zum Thema LGBTQIA+ vor. Es handelt sich um fiktive Geschichten ebenso wie Sachbücher. Mit Chili, Zimt und Koriander stelle ich euch heute einen lesbischen und polyamoren Liebesroman vor.

Katrin ist Polizistin und steht beruflich und privat unter Druck. In Chicago geht eine neue Droge um, die Menschenleben gefährdet und sie muss einen Brandanschlag aufklären. Während ihrer Ermittlungen kommt sie der Gewürzhändlerin Eve näher, welche ihr neue Seiten von Chicago zeigt. Gleichzeitig fühlt sich Katrin sehr zu Melinda hingezogen, die Teil der SWAT-Einheit ist. Doch nach einem One-Night-Stand mit ihr, der schon Monate zurückliegt, scheint zwischen ihnen nichts mehr zu passieren. Muss Katrin sich zwischen diesen beiden Frauen entscheiden? Und welchen Einfluss werden ihre Ermittlungen auf die sich entwickelnden Beziehungen haben?

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Mein SuB kommt zu Wort 09/2024

Die Aktion „Mein SuB kommt zu Wort“ findet immer am 20. des Monats statt. Es gibt drei Fragen an den SuB, die jeden Monat gleich sind und eine vierte Frage, die sich jeden Monat ändert. Bei dieser letzten Frage gilt, dass von den vorgestellten Büchern eines bis zum nächsten Monat zu lesen ist, wobei es folgende Regeln gibt:

  1. Es sollten maximal 3 Bücher pro Frage 4 vorgestellt werden. Wer möchte, kann von den anderen Teilnehmer*innen abstimmen lassen, welches der Bücher bis zum nächsten Monat gelesen werden soll.
  2. Es kann auch nur ein Buch vorgestellt werden, welches dann auch das Buch ist, welches bis zum nächsten 20. gelesen wird.
  3. Wer für die Aufgabe keine passenden SuB-Bücher hat, kann alternativ ein Buch einer Reihe vorstellen, welche er gerne fortführen möchte.

Anna von Annas Bücherstapel hat die Aktion 2016 ins Leben gerufen; Melli von Mellis Buchleben und Vanessa von Vanessas Literaturblog haben sie 2021 übernommen.

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