Top Ten Thursday #10

Top Ten ThursdayWow! Da nehme ich diese Woche schon zum zehnten Mal am Top Ten Thursday bei Steffi’s Bücherbloggeria teil! Das Thema für diese Woche lautet: 10 Bücher, die du als nächstes Lesen willst! Ich musste ganz schön überlegen, denn eine richtige Leseplanung habe ich eigentlich nicht.

Zunächst einmal stehen auf jeden Fall drei Bücher auf dem Plan, die ich mir aus der Bücherei ausgeliehen habe: Custard Tarts and Broken Hearts, A Poisoned Season und One Hundred Days of Happiness.
Unbedingt zulegen will ich mir in den nächsten Tagen Sherlock, eine Kollektion von über 80 Kurzgeschichten über den berühmten Detektiv. Allerdings wird sich die Lektüre ein wenig ziehen, da ich sie eher nicht am Stück durchlesen werde, sondern häppchenweise immer mal wieder ein, zwei Geschichten.
Außerdem bin ich immer noch auf der Suche nach zwei Büchern für meine History und Englisch Lese-Challenge. Da kann ich zwar keine konkreten Titel nennen, aber das sind zwei weitere Bücher, die in diesem Monat gelesen werden wollen. Genau so sieht es für die März-Aufgaben aus Märchenhaft durch 2016 aus. Zu zwei der fünf Aufgaben habe ich bereits Bücher, es fehlen also noch drei.
AUßerdem habe ich mir für diesen Monat vorgenommen, Alice im Wunderland zu lesen, um den Klassiker-SuB auf meinem Kindle abzubauen.

Konkrete Titel gibt’s also bei mir erstmal wenige, aber ich plane normalerweise, wie gesagt, nicht wirklich, was ich lesen will.

Habt ihr eine feste Leseplanung? Und welches Buch steht bei euch als nächstes auf dem Plan?

Liebe Grüße,
Celina xx

 

Dumb Witness

Dumb_WitnessDumb Witness | Agatha Christie | HarperCollins | erschienen 1937
ISBN 978-0-00-712079-6 | £7.99

Über Agatha Christie:
Agatha Christie wurde 1890 im britischen Torquay geboren und starb 1976 in Wallingford. Sie ist weltweit als die Queen of Crime bekannt und wird in den Verkaufszahlen ihrer Bücher nur von der Bibel und Shakespeare übertrumpft. Insgesamt schrieb Christie mehr als 60 Kriminalromane; daneben sind aber auch einige Kurzgeschichten und Bühnenstücke entstanden. Ihre berühmtesten Figuren sind Hercule Poirot und Miss Marple.

Als Emily Arundell die Treppe in ihrem Haus herunterfällt, halten die anderen Hausbewohner es für einen Unfall, verursacht durch den Ball von Emilys Hund. Doch das Unfallopfer selbst ist davon nicht überzeugt und bittet Hercule Poirot um Hilfe. Durch widrige Umstände erhält dieser den Brief erst über einen Monat, nachdem Emily ihn geschrieben hat. Als Poirot schließlich ankommt, ist Emily Arundell tot. Obwohl alle Welt glaubt, dass sie ihrer Krankheit erlegen ist, überzeugt dies Poirot nicht und er macht sich an die Arbeit …

Dieses Buch war ein verspätetes Weihnachtsgeschenk von einer Freundin und ich habe mich voller Vorfreude daran gemacht. Ich wurde eigentlich noch nie von einem Agatha Christie-Buch enttäuscht und das war auch bei diesem Buch nicht der Fall.
Mein Problem mi Christies Büchern ist: es ist schwer, sie zu rezensieren. Denn ich will hier schließlich keine Spoiler erstellen, allerdings sind ihre Bücher immer so voll gepackt mit Inhalt, dass es die ganze Sache sehr kompliziert.
Was an diesem Buch besonders hervorsticht, sind die amüsanten Unterhaltungen zwischen Poirot und Captain Hastings, der auch in diesem Buch als Erzähler fungiert. Denn während Hastings bemüht ist, so schnell wie möglich nach London zurückzukehren, will Poirot unbedingt in diesem Fall ermitteln. Die Schlagabtausche, die sich daraus regelmäßig ergeben, sind toll und humorvoll geschrieben. Auch der Hund der alten Dame sorgt für viel Abwechslung und wurde mit Witz in die Geschichte geschrieben.
Die anderen Charaktere kann man sich sehr gut vorstellen, insbesondere die alte Miss Emily Arundell, die noch aus einer anderen Zeit stammt und sich ständig dagegen behauptet, von ihren Nichten und Neffen als antik und geistig langsam abbauend gesehen zu werden. Ich konnte mir diese alte englische Lady geradezu bildlich vorstellen.
Toll war auch wieder, einen Einblick in das Denken der damaligen Zeit zu bekommen: die Abneigung gegenüber Ausländern und Ansichten der viktorianischen Damen über ein neues Zeitalter.
Bei diesem Buch ist mir das Lesen ausnehmend gut von der Hand gegangen, da ich mich immer mehr daran gewöhne, auf Englisch zu lesen. Ob es allerdings Lesern, die nur gelegentlich auf englisch lesen, ähnlich geht, finde ich schwer abzuschätzen. Ich weiß, dass es mir letztes Jahr um einiges schwerer fiel, Christies Bücher zu lesen.

Mit diesem Buch habe ich ein weiteres Werk zu meiner Poirot-Sammlung hinzugefügt und wurde wieder einmal nicht enttäuscht.

„But you’re not really any good with a dog, Poirot. You don‘ understand dog psychology!“
– Captain Hastings

5Sterne

Gemeinsam Lesen #21

Gemeinsam_LesenHallöle ihr Lieben!

Wir haben heute wieder einen sonnigen Tag hier, mal schauen, was ich damit anfange. Aber erstmal ist es Zeit für Gemeinsam Lesen von den Schlunzen-Büchern.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Ich lese im Augenblick The Newgate Jig von Ann Featherstone und bin auf Seite 13 von 276.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Excitement is a trouble to me.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Ich bin noch nicht wirklich weit gekommen, die Handlung hat auch noch nicht wirklich begonnen, aber der Prolog ist schon mal ein echter Hammer: ein Junge sieht die Hinrichtung seines Vaters.

4. In welchem Buch würdest du den Rest deines Lebens verbringen wollen?
Eigentlich in keinem. Ich bin recht zufrieden mit meinem eigenen Leben, da brauche ich kein anderes. Meine Lieblingsbücher sind zum größten Teil historische Romane und ich wöllte in keiner anderen Zeit als dieser Leben.
Was vielleicht aber ganz amüsant wäre, wäre ein Leben in der Scheibenwelt von Terry Pratchett. Ja, dafür würde ich mich am ehesten entscheiden.

Gibt es ein Buch, in dem ihr euch vorstellen könntet, zu leben?

Liebe Grüße,
Celina xx

Mein Lesemonat Februar

G’day everybody!

Ich kann gar nicht glauben, dass es schon wieder Zeit ist für einen Leserückblick! Mein Monat war im Großen und Ganzen doch recht erfolgreich.

Ich habe diesen Monat 19 Bücher gelesen; die Mehrzahl davon, nämlich zehn, auf englisch.

Zu den Büchern von Nalini Singh werde ich keine Rezensionen verfassen. Zwei ihrer Bücher habe ich schon rezensiert und ich habe nicht das Gefühl, dass ich viel mehr dazu sagen könnte. Mal abgesehen von Wild Invitation waren alle Singh-Bücher reReads. Die Novellen aus Wild Invitation kannte ich schon, habe sie aber zum ersten Mal auf englisch gelesen.
Ausstehende Rezensionen sind damit Dumb Witness, Der kleine Lord und A Bespoke Murder.

Mit einem Durchschnitt von 4,2 Sternen pro Buch lief auch dieser Monat wieder gut. Zudem gab es zweimal 5 goldene Sterne von mir.

Insgesamt habe ich diesen Monat 6.924 Seiten gelesen, eine Steigerung von 500 Seiten im Vergleich zum Januar. Pro Tag waren das ungefähr 239 Seiten.

Witches_Abroad

Am Besten gefallen hat mir Witches Abroad von Terry Pratchett, während Rettung der Highlanderin für mich der Flop des Monats war.

Kennt ihr eines meiner Bücher? Und wie sah euer Lesemonat aus?

Liebe Grüße,
Celina xx

Montagsfrage #21

MontagsfrageGuten Nachmittag ihr Lieben!

Bei der Aktion Montagsfrage von Buchfresserchen gibt es heute eine Frage zu Aktionen:

Falls ihr bei Aktionen teilnehmt, wie viel kommentiert ihr bei anderen? Oder seid ihr eher stille Mitleser?

Ich kommentiere eigentlich nur, wenn ich die Bücher kenne, sei es, weil ich sie selbst gelesen habe oder mir vielleicht auch nur wünsche. Wenn ich aber nichts zu sagen habe, kommentiere ich auch nicht, denn inhaltslose Kommentare machen mir wenig Freude, warum sie also bei anderen abgeben?! Außerdem finde ich es nervig, bei Blogspot zu kommentieren und bei WordPress kenne ich einfach weniger Buchblogs.
Mein Problem ist zudem, dass sehr viele andere Buchblogger Fantasy-Bücher lesen und das bei mir selten vorkommt.
Deswegen kann man wohl sagen, dass ich in 80% der Fälle stiller Mitleser bin.

Wie sieht das bei euch aus? Und über einen Kommentar freue ich mich 😉

Liebe Grüße,
Celina xx

The Winter Crown

The_Winter_CrownThe Winter Crown | Elizabeth Chadwick | Sphere | erschienen 2014
ISBN 978-0-7515-4825-9 | £7.99
Leseprobe (englisch)

Über Elizabeth Chadwick:
Chadwick wurde 1957 in Lancashire geboren. Mit 15 schrieb sie ihren ersten historischen Roman und wollte fortan Autorin historischer Romane werden. 1990 zeigte schließlich die Penguin publishing group Interesse an ihren Büchern und im gleichen Jahr wurde ihr erstes Buch The Wild Hunt veröffentlicht. Nur vier Jahre später wurde ein weiteres Buch, First Knight, verfilmt. Mittlerweile gilt sie als die bekannteste Autorin von historischen Romanen in Großbritannien; ihre Werke wurden in 16 SPrachen übersetzt.
Sie ist verheiratet und hat mehrere Kinder.
Quelle: Wikipedia, ihr Blog

England 1154: Eleonore von Aquitanien wird zur Queen gekrönt – schwanger mit dem zweiten Kind von Henry II., ihrem Ehemann und König von England. Dieser hat eine klare Vorstellung davon, wie ihr Leben ablaufen wird: während er gegen Englands Feinde ins Feld zieht und auch Eleonores Besitz Aquitanien verteidigt, soll sie die gemeinsamen Kinder aufziehen. Doch Eleonore kämpft für mehr, sie will über ihr Leben entscheiden.
Die Romanbiographie erzählt von Eleonores Leben in den Jahren 1154 bis 1174; von den acht gemeinsamen Kindern der beiden, wie die Wertschätzung Eleonores gegenüber ihrem Ehemann langsam in Verachtung umschlägt und wie sie für sich und ihre Kinder kämpft.

Dieses Buch ist der zweiter Teil einer Trilogie um Eleonore von Aquitanien (ich verwende die deutsche Schreibweise; Chadwick hat sie im Buch Alienor geschrieben und auf dem Cover könnt ihr eine weitere Schreibweise sehen), die als eine der mächtigsten Frauen des Mittelalters gilt. Dass es der zweite Teil ist, habe ich erst nach einiger Zeit gemerkt (und auch nur, weil ich das Buch gegoogelt habe) und es ändert nichts daran, dass das Buch gut zu lesen ist. Man muss den ersten Teil nicht gelesen haben, um das Geschehen zu verstehen.
Eleonore von Aquitanien wird als eine Frau dargestellt, die ganz Teil ihrer Zeit ist und derselben manchmal doch ein wenig voraus, was beispielsweise ihre Ansichten über die Stellung der Frau angeht. So sieht sie durchaus ein, dass die Männer das stärkere Geschlecht sind und es ist für sie selbstverständlich, dass ihr Mann Mätressen hat. Aber vor allem gegenüber ihrem Ehemann besteht sie sehr darauf nicht einfach nur ein, salopp gesagt, Brutkasten zu sein. Sie ist Königin von England, sie ist sich ihrer Macht bewusst und will besonders über Aquitanien, ihre Heimat, selbst entscheiden.
Auch wenn viele ihrer Gemütsregungen aus heutiger Zeit wenig nachvollziehbar sind (beispielsweise wenn sie sich die Schuld am Tod ihres ersten Sohns im Alter von drei Jahren gibt), so fühlt man doch mit ihr mit. Ich habe sie teilweise wirklich darum bemitleidet, dass sie in dieser männerdominierten Welt leben musste, aber sie behauptete sich immer wieder auch gegenüber ihrem Ehemann und man muss natürlich sehen, dass sie als Königin doch mehr Mitsprache und vor allem ein angenehmeres Leben hatte, als eine einfache Bäuerin der Zeit.
Chadwick ist es in meinen Augen gut gelungen, die Konflikte in Eleonores Leben gut darzustellen, zu zeigen, wie sehr Eleonore manchmal zwischen ihren Pflichten als Königin und ihren Pflichten als Mutter hin- und hergerissen war. Es wurde auch gezeigt, dass Eleonore oft abwägt, welche Kämpfe sie ausficht und wann sich ein Kampf nicht lohnt, dass sie aber manchmal auch einfach von ihren Gefühlen mitgerissen wurde, besonders wenn es um ihre Kinder geht.
Henry wird als ein nahezu kontrollsüchtiger Mann, besonders was die Regierungsgeschäfte angeht, dargestellt und zusammen mit Eleonores Ansichten über ihren Mann wandeln sich auch die des Lesers. Obwohl ich ihm gegen Ende seines Lebens (wenn man Wikipedia glauben darf), nicht mehr hätte begegnen wollen, fand ich das Buch teilweise sehr einseitig. Oft wurde auch anderen Mitgliedern von Eleonores Hof ein Stimme gegeben, bei Henry wäre es mir nicht aufgefallen, dass er einmal zu Wort kommt. Auch wenn viele seiner Handlungen sicherlich zweifelhaft waren, fand ich das Bild, das von Eleonore gezeichnet wurde, zu verklärt. Natürlich bin ich keine Historikerin, aber auch viele ihrer Handlungen waren eher zweifelhaft – dennoch lässt Chadwick erst gegen Ende Kritik an Eleonore von Zeitzeugen in Form von anderen Blickwinkeln aufkommen.
Zur Sprache sei zu sagen, dass es das ein oder andere Wort gibt, das mir unbekannt war – insbesondere zeittypische Wörter, die heute nicht mehr in Gebrauch sind. Allerdings kann man diese entweder aus dem Kontext erschließen oder sie tauchen so selten auf, dass es nicht wirklich nötig ist, sie zu kennen.

Ich fand es sehr faszinierend, über eine Frau und eine Epoche zu lesen, über die ich so gut wie nicht wusste. In naher Zukunft will ich auch noch die beiden anderen Teile lesen, denn dieses Buch hat mein Interesse am Leben dieser außergewöhnlichen Frau geweckt.

„This is not about God. It is about men’s desires and stubborn will to have the last word.“
– Eleonore von Aquitanien

5Sterne

Buch Safari #9

Buch_Safari‚N Guten ihr Lieben!

Bei der Buch Safari von Anjas Bücherblog habe ich diese Woche reichlich Auswahl.

1. Hast du ein Buch von einem bereits verstorbenen Autor auf deinem SuB?
Wie gesagt habe ich da eine ziemlich große Auswahl; auf meiner Wunschliste stehen beispielsweise die Poirot-Bücher von Agatha Christie (die habe ich auf dieses Blog gar nicht aufgeführt, da es den Rahmen der Wunschliste sprengen würde). Für ein Buch von meinem SuB habe ich mich entschieden, da ich dieses Buch schon seit längerem angehen will und es auch ganz oben auf der Leseplanung für meine Zeit nach dem Au Pair-Jahr steht: Der lange Weg zur Freiheit, die Autobiographie von Nelson Mandela.

Klappentext:
Kaum ein anderer Politiker dieses Jahrhunderts symbolisierte in solchem Maße die Friedenshoffnungen der Menschheit und den Gedanken der Aussöhnung aller Völker auf Erden wie der ehemalige südafrikanische Präsident und Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela, dessen Rolle für seinen Kontinent mit der Gandhis für Indien verglichen wurde. Seine trotz langer Haft ungebrochene Charakterstärke und Menschenfreundlichkeit haben nicht nur die Bewunderung seiner Landsleute, sondern aller friedenswilligen Menschen auf der Welt gefunden. Obwohl als Häuptlingssohn, hochgebildeter und sprachenkundiger Rechtsanwalt gegenüber der schwarzen Bevölkerung privilegiert, war er doch nicht von vornherein zum Freiheitskämpfer und international geachteten Politiker prädestiniert. Erst die fast drei Jahrzehnte währende Gefängnishaft hat ihn zum Mythos der schwarzen Befreiungsbewegung werden lassen. Nelson Mandelas Lebensgeschichte ist über die politische Bedeutung hinaus ein spannend zu lesendes, kenntnis- und faktenreiches Dokument menschlicher Entwicklung unter Bedingungen und Fährnissen, vor denen die meisten Menschen innerlich wie äußerlich kapituliert haben dürften.

2. Wieso ist das Buch noch ungelesen?
Das Buch hat meine Mama kurz nach Mandelas Tod Ende 2013 gekauft, da war ich gerade mal 16. Als mich das Thema dann interessiert hat, kamen einige Dinge, wie das Abi, ein Umzug, … dazwischen. Deswegen will ich mich daran machen, sobald ich aus England zurückkomme.

3. Mit welchem Buch/welchen Büchern verbindest du besondere Erinnerungen?
Da gibt es eine ganze Reihe von Büchern. Am aktuellsten dürften Witches Abroad von Terry Pratchett (erinnert mich an anderthalb wunderbare Tage in Cardiff vor zwei Wochen) und Der Medicus von Noah Gordon, der mich an den letzten großen Familienurlaub 2014 in Südfrankreich erinnert, sein.

Mit welchen Büchern verbindet ihr ganz besondere Erinnerungen?

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende,
Celina xx

Mrs Jeffries Takes the Cake

Mrs_Jeffries_Takes_the_CakeMrs Jeffries Takes the Cake | Emily Brightwell | Constable | erschienen 1998
ISBN 978-1-4721-2161-5 | £6.99
Leseprobe (englisch)

Über Emily Brightwell:
Brightwell ist eines der Pseudonyme der amerikanischen Autorin Cheryl Arguile. Sie wurde 1948 in West Virginia, USA, geboren. 1988 entschloss sie sich, eine Karriere als Autor zu machen und schrieb zunächst Romanzen als Sarah Temple, bevor sie sich als Cheryl Lanham Jugendromanen zuwandte. Am bekanntesten ist sie für ihre viktorianische Krimi-Serie um Mrs Jeffries.
Seit 1976 ist sie mit dem Engländer Richard Arguile verheiratet, die beiden haben zwei Kinder.

Der neue Fall soll sich für Inspector Witherspoon als ganz schön knifflig erweisen. Nicht nur, dass der Schwiegersohn des Ermordeten Mitglied des Parlaments ist und gewillt, dem Inspector allerlei Steine in den Weg zu legen, es ergeben sich auch Verdächtige am Laufenden Band! Nicht einmal seine eigene Tochter mochte das Mordopfer. Aber welcher der Verdächtigen ist kaltblütig genug, sich mit dem Opfer an den Tisch zu setzen und Kuchen zu essen, bevor er ihn ermordet? Mrs Jeffries und die anderen Bediensteten des Haushalts stehen vor einer schwierigen Aufgabe, wenn sie dem Inspector helfen wollen.

Ich hatte vorher noch nie von dieser Autorin gehört, aber ich fand das Cover und die Idee, dass eine ganze Reihe von Bediensteten ihrem Arbeitgeber helfen, toll, als ich es in der Bücherei gesehen habe. Und nach dem Lesen habe ich eine weitere Lieblingsautorin entdeckt 😉
Es ist wirklich göttlich zu lesen, wie Mrs Jeffries und ihre Kampagnons versuchen, dem Inspector zu helfen und gleichzeitig ihre Bemühungen vor ihm geheim zu halten. Man kann sich die Charaktere wirklich bildhaft vorstellen: die energische und intelligente Mrs Jeffries, die den Haushalt delegiert, die matronenhafte Köchin, die herzensgut, aber schnell eingeschnappt ist und der intelligente, wenn auch manchmal ein wenig naive Inspector. Obwohl der gesamte Haushalt zur Mittelschicht gehört und keine Not leidet, kann man doch immer mal wieder einen Blick erhaschen auf das Elend, unter dem die Arbeiter im viktorianischen Zeitalter litten.
Daneben lag auch eine gute Portion Humor darin, dass die Mitglieder des Haushalts sich förmlich damit überschlagen, Beweise zu finden und zur Lösung des Falls beizutragen. Sie tragen den Klatsch unter der Dienerschaft des Opfers und aus den Gassen Londons zusammen und stellen dann mit Mrs Jeffries Vermutungen darüber an, wie sich Beweise ordnen lassen und wer denn nun der Mörder ist!
Gut hat mir gefallen, dass die Eigenschaften der Personen sich auch in deren Sprechweise widergespiegelt haben. So verschlucken beispielsweise der Pferdeknecht und das Zimmermädchen, die aus ärmlichen Verhältnissen stammen, oft Silben, während Mrs Jeffries nicht nur eine bessere Sprachweise und ein besseres Ausdrucksvermögen hat, sondern beim Reden auch ihren Tatendrang wiedergibt.
Insgesamt war auch dieser Krimi wieder einer ganz nach meinem Geschmack: mit viel Hirnarbeit und Nutzung der grauen Zellen (wie Monsieur Poirot sagen würde 😉 ) und wenig actionreich.

Ganz bestimmt bleibt dies nicht mein letztes Buch um Mrs Jeffries – es hat einfach zu viel Spaß gemacht, diesen viktorianischen Krimi zu lesen!

The staff had been helping their dear inspector with his cases for several years now, but, as always, it was imperative they be discreet. Inspector Witherspoon wasn’t aware that he was getting any help in his investigations.
– Mrs Jeffries

5Sterne

Buch-Donnerstag #7

Buch-DonnerstagGuten Abend ihr Lieben!

Nach einem vergnüglichen und sonnigen Tag, dessen Höhepunkt eindeutig der Besuch der örtlichen Bücherei war, kommt jetzt noch mein Beitrag zum Buch-Donnerstag, einer Aktion von Lissianna schreibt.

Mich hat diese Woche das Buch Capital von John Lancaster beschäftigt. Ich lese es im Augenblick und es gefällt mir gut. Es zeigt auf, wie sich unser aller Leben verändert hat durch die Weltwirtschaftskrise ab 2007, am Beispiel einer einzigen Straße in London.

Klappentext:
The residents of Pepys Road, London – a banker and his shopaholic wife, an elderly woman dying of a brain tumour, the Pakistani family who run the local shop, the young football star from Senegal and his minder – all receive anonymous postcards with a simple message: We Want What You Have. Who is behind it? What do they want?
As the mystery of the postcards deepens, the world around Pepys Road is turned upside down by the financial crash and all of its residents‘ lives change beyond recognition over the course of the next year.

Zusatzfrage #7: Hört ihr Musik beim Lesen oder muss es leise sein?
Für mich geht beides in Ordnung. Gerade wenn ich nicht zuhause lese, höre ich eigentlich gerne Musik, da mich dann die Umgebung nicht ablenkt. Zuhause läuft oft das Radio, das stört mich auch nicht. Genauso gut und gerne lese ich aber auch, wenn es um mich herum ruhig ist. Was ich allerdings gar nicht kann, ist zu lesen, während der Fernseher läuft. Fernsehen schaue ich sowieso eher selten und ziehe ein Buch allemal dem Fernsehen vor.

Schaut doch mal bei Lissianna schreibt vorbei, um zu sehen, wie die Aktion abläuft!

Liebe Grüße,
Celina xx

Witches Abroad

Witches_AbroadWitches Abroad | Terry Pratchett | Corgi Books | erschienen 1991
ISBN 978-0-552-16750-5 | £7.99

Über Terry Pratchett:
Sir Terence David John Pratchett wurde 1948 in Buckinghamshire, UK, geboren. Eine erste Kurzgeschichte erschien im Alter von 13 Jahren in der Schülerzeitung. Nach der Schule machte er eine Ausbildung zum Journalisten bei einer Lokalzeitung. Seitdem er sich ab 1987 nur noch dem Schreiben widmete, hat er jedes Jahr etwa zwei Romane veröffentlicht.
Am bekanntesten sind seine Scheibenwelt-Bücher, die seit 1983 erscheinen. Sie wurden in 37 Sprachen übersetzt und weltweit ca. 85 Millionen Mal verkauft.
Von 1968 bis zu seinem Tod war er mit Lyn Pratchett verheiratet, die beiden haben eine Tochter.
Am 12. März 2015 starb Pratchett im Alter von 66 Jahren am Benson-Syndrom, einer dem Alzheimer sehr ähnlichen Erkrankung.
Quelle: Wikipedia

Als die gute Fee Desiderata Hollow stirbt, vermacht sie ihren Zauberstab der jungen Hexe Magrat Garlick – zusammen mit dem Auftrag, zu verhindern, dass in Genua ein Dienstmädchen den Prinz heiratet. Begleitet wird die Junghexe von zwei weiteren Hexen: Granny Weatherwax und Nanny Ogg. Doch der Auftrag erweist sich als schwerer als gedacht. Denn die zweite gute Fee, die ein wenig den Sinn für Realität verloren hat, kämpft in Genua für Happy Endings – und dazu gehört nun einmal, dass der Prinz das Stubenmädchen heiratet!

Nachdem mir in Cardiff der Lesestoff ausgegangen ist, habe ich unbedingt Nachschub gebraucht und mich daher in einem riesigen Waterstones ausgetobt. Herausgekommen ist dabei unter anderem dieses Buch. Es ist mein erster Scheibenwelt-Roman und ich weiß einfach nicht, warum ich mir die noch nicht eher besorgt habe!
Pratchett zeichnet mit unglaublich viel Witz und Ironie ein wunderbares Bild von einer Welt, die der unseren gar nicht unähnlich ist. Mir hat gut gefallen, dass es nicht einfach nur irgendein Fantasy-Roman ist, sondern dass Pratchett auf Themen eingeht, die uns auch heute beschäftigen – über 20 Jahre nach dem Erscheinen des Buches. Welche Wirkung haben beispielsweise Erzählungen; gerade in heutiger Zeit, in der Medien einen unglaublich großen Einfluss haben auf unser Denken. Aber auch die Abneigung gegenüber dem Fremden wird angesprochen – aktueller kann es doch gar nicht sein!
Und das alles ist verpackt in eine Geschichte von Märchen und Happy Endings, mit Charakteren, die einem immer mehr ans Herz wachsen und über die man sich manchmal vor Lachen kugeln könnte. Neben den Fremdsprachenkenntnissen der Hexen (da wird aus „Gracias“ ganz schnell mal „grassy ass“) sorgen auch die Fußnoten für Lacher. Da dies mein erstes Buch von Terry Pratchett ist, wusste ich nicht, dass er die in seine Romane einbaut – und ich war hellauf begeistert! Auch über die Anspielungen auf Märchen wie Rotkäppchen musste ich lachen. Denn die drei Hexen haben einen ganz und gar respektlosen Umgang mit Märchen und stellen diese gerne Mal auf den Kopf.
Hin und wieder hatte ich kleine Probleme mit dem Englischen, allerdings nicht wegen unbekannter Wörter, sondern wegen unbekannter Redewendungen.

Mit Sicherheit bleibt dieses nicht mein letztes Buch von Terry Pratchett, und trotz der kleinen Sprachschwierigkeiten werde ich sie auch weiterhin in der Originalsprache lesen – und ich freue mich schon sehr darauf!

There’s the basic unwritten rule of witchcraft, which is `Don’t do what you will, do what I say.´

goldene_Sterne