Die Montagsfrage #26

Hallo ihr Lieben,

ganz zu Beginn meiner Buchblog-Zeit habe ich an einigen dieser Tags teilgenommen, beispielsweise dem Top Ten Thursday, aber auch die Montagsfrage. Das ist irgendwann ziemlich eingeschlafen, aber nun bin ich wieder auf die Montagsfrage gestoßen, die mittlerweile von Lauter & Leise gehostet wird. Die Fragen finde ich spannend, und so möchte ich die Fragen von Antonia in Zukunft öfter beantworten. Und damit ohne weiteres Tamtam zur Frage in dieser Woche:

Sollten Verlage/Autor*innen von Buchmessen ausgeschlossen werden können?

Vermutlich wissen die meisten von uns, warum diese Frage gerade jetzt so relevant. Falls nicht, hat Antonia bei Lauter & Leise gleich noch einen Spiegel-Artikel zum Thema verlinkt. Nun aber zu meiner Antwort auf die Frage, die sich aufgrund der Ereignisse während der FBM explizit auf faschistische/rechtsextreme Verlage und Autor*innen beziehen wird.

Ganz kurz gefasst lautet meine Antwort: JA! Dafür gibt es mehrere Gründe.
Als Jura-Studentin möchte ich zunächst einmal sage, dass für mich die Aussage, man MÜSSE als Betreiber*in einer Messe auch rechte Verlage aufgrund der Meinungsfreiheit akzeptieren, nicht nachvollziehbar ist. Das Hausrecht gilt auch für Messen, zumal gar nicht jeder einzelne Verlag auf den Büchermessen vertreten sein kann. Und ebenso wie Veranstaltungsorte, die nicht in öffentlicher Hand sind, rechte Veranstaltungen nicht in ihren Räumen dulden müssen, gilt das auch für Messen. Die Monopolstellung der FBM, mit der einige argumentieren, wird gerade heiß diskutiert und ich bin für mich eher zu dem Ergebnis gekommen, diese zu verneinen.
Dann kommt hinzu, dass ich Diversität unglaublich wichtig und wünschenswert finde. Aber Ansichten, die nicht mit unserer Verfassung in Einklang zu bringen sind, zählen für mich nicht zu einer diversen Veranstaltung. Stattdessen zeigte sich auch bei der Frankfurter Buchmesse wieder einmal, dass mit dem Zulassen rechter Verlage und Personen Diversität aktiv unterdrückt wird: PoC und anderen marginalisierten Personen ist der Besuch der gleichen Veranstaltung nicht zumutbar.
Zuletzt wird mit der Anwesenheit von Faschisten und zuletzt auch noch der Verteidigung ihrer Anwesenheit ein deutliches Signal ausgesendet, dass es in Ordnung ist, so zu denken. An der Stelle auch nochmal der Hinweis auf das Toleranz-Paradoxon von Karl Popper. Wenn wir die Anwesenheit von Nazis einfach so hinnehmen, spielen wir ihnen in die Hände. Und das sollte keiner von uns wollen und unterstützen.

Wie seht ihr das? Habt ihr die Montagsfrage vielleicht schon beantwortet? Schreibt mir gerne!

Love, Celina xx


Bildquelle Beitragsbild: Lauter & Leise

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