Rezension – The Never Have I Ever Club

Robyn Bloom dachte, in Ash die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Doch dann machte der Schluss mit ihr, um ans andere Ende der Welt zu reisen und lernte dort eine neue Frau kennen, die noch dazu zehn Jahre jünger als Robyn ist. Um endlich über Ash hinwegzukommen, gründet Robyn den „Never Have I Ever“-Club. Zusammen mit ihrem Nachbarn Will animiert sie die Dorfgemeinschaft, sich selbst lang gehegte Wünsche zu erfüllen. Mit jedem erfüllten Wunsch, merkt Robyn mehr und mehr, dass sie eigentlich nur eines möchte: mit Will zusammen zu sein. Es gibt da nur ein Problem: Will ist der Zwillingsbruder von Ash – und der ist zurück im Dorf und will wieder mit Robyn zusammen sein.

Vielen Dank an NetGalley und den Aria Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

In vielen Liebesromanen möchte man die Charaktere schütteln und sagen: „Redet doch einfach mal miteinander!“ So viele vermeintlichen Probleme, die Liebesromane ausmachen, wären nicht entstanden, wenn Protagonisten miteinander kommunizieren würden. An The Never Have I Ever Club fand ich gut, dass hier ein Problem aufgeworfen wird, dass sich durch Kommunikation nicht unbedingt lösen lässt, das dadurch sogar schlimmer werden könnte. Wie geht man damit um, sich in die Ex und eventuell baldige Wieder-Freundin eines Geschwisters verliebt zu haben? Ist das ein Konflikt, der sich lösen lässt? Das waren Fragen, denen sich vor allem Will zu stellen hatte.
Hinzu kommt, dass es sich bei Will und Ash um eineiige Zwillinge handelt. Das ist für allem für Robyn ein Problem, da sie damit als Nachbarn eine laufende Erinnerung an ihren Ex hat. Und Erinnerungen an Ash sorgen für allem zu Beginn des Buches dafür, dass sie rot sieht.
Das sind zwei Dinge, die das Buch von der Masse abheben und die es auch sehr spannend machen. Bis ganz kurz vor Ende des Buches war ich mir nicht sicher, wie die Autorin vor allem den ersten Konflikt auflösen will.

Mit Ash gab es zudem einen Protagonisten, bei dem man wirklich zwischen Erheiterung und Hass schwankte. Das kam auch stark auf den Blickwinkel an. Aus Wills Sicht bekommt man die „Großer Bruder“-Vibes zu spüren, obwohl die beiden Zwillinge sind. Aber Ash ist in seinem Verhalten und seinem oftmals heftigen Egoismus definitiv der kleine Bruder, der rausgehauen werden muss, auf den man aufpassen muss.
Wenn Robyn, die von seinem Egoismus stark gebeutelt wurde, über Ash erzählt, möchte man ihn dann am liebsten auf den Mond schießen. Und einige der Dinge, die Ash macht, wären auch für mich absolut unverzeihlich.

Auch der Club war toll. Ich denke, dass jeder von uns diese Wünsche hat, die man sich „irgendwann mal“ erfüllen möchte. Aus unterschiedlichsten Gründen machen wir das nur selten. Der Club im Buch ändert das, einfach nur, weil so viele Menschen zusammen daran arbeiten, sich die Wünsche zu erfüllen. Zudem lernt man dadurch einige sehr liebenswerte und eigenwillige Personen kennen.

Alles in allem ein wirklich schönes Buch, das mit Problematiken aufwartet, über die ich in Büchern bisher noch nicht gelesen habe. Hinzu kommen tolle Protagonisten und eine „British-ness“, die ich absolut liebe.

Bewertung: 5 von 5.

Über Mary Jayne Baker:
Baker wurde in Yorkshire, UK, geboren und wuchs dort auch auf. Sie studierte Englische Literatur in Durham, im Norden Englands. Sie lebte für einige Zeit in Städten wie London, Cambridge oder Nottingham, kehrte dann aber nach Yorkshire zurück. Dort begann sie dann auch, eigene Geschichten zu schreiben. Zusammen mit ihrem persönlichen romantischen Helden lebt sie in Dales.
Quelle: Website von Mary Jane Baker

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E-Book: ISBN 978-1-7895-4614-9 | £2.99
erschienen 2020 | 320 Seiten

Verlagsseite zum Buch

Website der Autorin

Bildquelle
Cover: Head of Zeus

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