Rezension – The Day that Changed Everything

Tabitha hatte vor drei Jahren einen Tag, der ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellte: als sie ihren Mann aufwecken will, ist das unmöglich. Er ist nachts unerwartet verstorben. Hinzu kam ein Bruch mit den gemeinsamen Freunden. Seitdem arbeitet sie daran, sich ein neues Leben aufzubauen. Und sie beschließt, Pflegemutter zu werden. Schon kurz darauf ziehen zwei Teenager bei ihr ein. Das Leben mit ihnen bringt Tabitha einiges bei über Liebe, Freundschaft und Familie.

Vielen Dank an NetGalley und Bookouture für dieses Rezensionsexemplar!

Während ich dieses Buch gelesen habe, ist mir aufgefallen, dass ich vorher noch kein Buch gelesen habe, in dem das Thema Pflegefamilie eine große Rolle spielt. Für mich ist das Thema mega interessant, da ich eher keine eigenen Kinder haben will, mir aber sehr gut vorstellen kann, Pflegekinder zu haben (one day in the distant future 😅).

Ich denke, die deutlichste und eindrücklichste Message des Buchs ist, dass Liebe in sehr vielen unterschiedlichen Formen, oft auch sehr unerwartet, kommen kann. Und das gleiche gilt für Familien.

Wir haben alle ein Bild im Kopf, was Familie ist und bedeutet. Tabitha ging es auch so: verheiratet mit dem Mann, den sie liebt und irgendwann sollten dann auch Kinder kommen. Das (Frau, Mann, Kinder) ist sicherlich noch das „klassischste“ Bild von Familie. Aber in The Day that Changed Everything bildet sich eine Familie aus Freundschaften, Freundlichkeit und der Tatsache, dass Unterstützung nicht entzogen wird, nur weil Dinge schwierig werden.

Gleichzeitig wird deutlich, wie anstrengend und frustrierend es sein kann, Teenager als Pflegekinder zu haben. Teenager sind generell sehr anstrengend, aber Max und Syd haben noch dazu eine Vergangenheit, die sie misstrauisch gegenüber Menschen macht. Sie wurden ihr ganzes Leben lang von Menschen, die sich um sie kümmern und sie schützen sollten, im Stich gelassen. Es war wirklich gut nachvollziehbar, dass sie Tabitha nicht trauen können und sich auch nicht wirklich auf sie einlassen können. Da das Buch aber aus Tabithas Sicht geschrieben ist, sieht man auch, wie frustrierend es für sie ist, immer wieder einen Schritt vor und zwei zurück zu machen mit den beiden.

The Day that Changed Everything war nicht unbedingt, was ich erwartet hatte, aber ich habe es unglaublich gern gelesen. Es war sehr emotional, oft witzig und hat mit Pflegefamilien auch ein spannendes Thema, über das es viel mehr Bücher geben sollte.

Why did life have to be like that? Changing and uncertain.

Tabitha (S. 42)

Bewertung: 5/5 Sterne

Über Catherine Miller:
Miller war Physiotherapeutin, musste ihren Beruf allerdings aufgrund gesundheitlicher Probleme an den Nagel hängen. Sie beschloss daraufhin, sich dem Schreiben zu widmen. Sie wurde zwischenzeitlich Mutter von Zwillingen, aber in 2016 konnte sie endlich ihren Debütroman, Waiting For You, veröffentlichen. Seitdem hat sie noch vier weitere Bücher veröffentlicht.
Quelle: Catherine Millers Website


Taschenbuch: ISBN 978-1-786-818-874 | 10,69€
Kindle-Edition: ASIN B0811TS6DS | 3,99€
280 Seiten | erschienen 2020

Website von Catherine Miller

Bildquellen
Autorin: Catherine Millers Website
Cover: Amazon

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